Kreuzkümmel - Ätherisches Öl und Anwendung

 

Botanischer Name
Cuminum cyminum
Familie
Umbelliferae - Doldenblütler
Duftprofil
würzig, warm, leichte Anisnote
Note
Kopf-/Herznote
Element
Feuer / Erde

 

Inhaltsstoffe

50 % Monoterpene, 40 % Aldehyde, Kumarine, Sesquiterpene und Monoterpenole

Gewinnung

Wasserdampf-Destillation der Samen. Aus 33 kg der Samen gewinnt man 1 kg ätherisches Öl.

Duftthema

Der Duft des Kreuzkümmels ist untrennbar mit dem Orient verbunden. Seit altersher gehört er zu den bedeutenden Gewürz- und Liebespflanzen, die auch heute noch in Indien, Arabien und im Mittelmeer-raum kultiviert werden. Im antiken Rom war er ein beliebter Ersatz für die feurigen Pfefferkörner und heute gibt er noch den indischen Currys seinen Geschmack und seine Farbe. Der exotische Duft des Kreuzkümmels spendet Wärme, Energie und Sinnlichkeit. Seine erotisierende Wirkung führt uns ins Reich der Liebe und der Ekstase. Viele Parfümeure nutzen seine aphrodisische Ausstrahlung und geben einen Hauch Kreuzkümmel in ihre sinnlichen Parfümkreationen.

Vorsicht: Bei Sonnenbestrahlung kann das Öl auf empfindlicher Haut Reizungen verursachen.

Wirkweisen des ätherischen Kreuzkümmelöles

Körperliche Wirkung

Der Hauptinhaltsstoff des Kreuzkümmelöles sind die Monoterpene und die Aldehyde, die starke Hautreize setzen und in hoher Dosierung Hautirritationen auslösen können. Daher sollte, vor allem bei empfindlicher Haut, Kreuzkümmel nur in einem Basisöl gelöst oder in Mischungen mit anderen ätherischen Ölen (am Besten in Verbindung mit Lavendel fein) verwendet werden.

Der Hauptanwendungsbereich des Kreuzkümmels liegt bei Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden. Er kann starke Krämpfe im Verdauungssystem und Blähungen lösen. Blähungen bei Babies oder Kleinkindern lindert man durch eine Bauchmassage (1 Tr. Kreuzkümmel auf 10 ml Mandelöl). Durch die Bauchmassage wird die Durchblutung und die Darmtätigkeit gefördert und damit Verkrampfungen gelöst.

Um eine Bauchmassage auszuführen, gibt man das Massageöl in die Hände und verteilt es mit beiden Händen gleichmäßig auf dem Bauch. Man massiert mit beiden Händen, sanft kreisend im Uhrzeigersinn.

Kreuzkümmel regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Er besitzt kräftigende und stimulierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Oft kommt es durch Krankheit oder Therapien zu Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen. Aber auch die Umstellung von Ernährung oder Essenszeiten, veränderte Umgebung, seelischer Kummer und Sorgen können Auslöser für Ernährungsprobleme sein. Auch hier ist eine Bauchmassage hilfreich.

Durch seine erwärmenden, durchblutungsfördernden und kräftigenden Eigenschaften kann man ihn auch in Mischungen bei Muskelkater und –verspannungen geben.

Kreuzkümmel kann die Pheromonproduktion anregen. Pheromone sind unsere körpereigenen Signal-, Erkennungs- und Sexuallockstoffe, die unsere individuelle Ausstrahlung und Anziehungskraft prägen. Seine erotisierende Kraft bringt lustvoll unser Liebesleben in Fahrt und beflügelt die Phantasie. In eingefahrenen Beziehungen bringt er wieder die Romantik und die Sensibilität für den Partner zurück. In sinnlichen Mischungen ist er einfach „das Tüpfelchen auf dem i“.

Seelische Wirkung

Kreuzkümmel kann die Noradrenalin- und Dopaminproduktion anregen, dies sind chemische Botenstoffe (Neurotransmitter). Noradrenalin aktiviert, stimuliert und regt Körper und Geist an. Ein Absinken des Noradrenalinspiegels führt zu Antriebsschwäche, Trägheit und Abwehrschwäche. Dopamin bringt das seelische Gleichgewicht wieder und zieht sanft aus seelischen Tieflagen.

Er beruhigt in stressigen und hektischen Zeiten Körper, Seele und Geist und gibt wieder Energie und Kraft zurück. So kann man sich sanft und wirkungsvoll erholen, wenn man tagelang sein Bestes geben muss. Die Sinne werden angeregt, so dass die guten Ideen nicht lange ausbleiben und die Kreativität neu entsteht.

Wenn man sich ausgelaugt und ausgepowert fühlt, gibt Kreuzkümmel Wärme, Geborgenheit und lässt die eigenen Kraftreserven erkennen. Ebenso ist seine Wärme in der dunkeln Jahreszeit ein willkommener Seelentröster.

Sein würziger Duft führt uns ins Reich der Sinne und gibt uns wieder die Lust, das Leben zu genießen und anzunehmen. Endlich können wir die kleinen Momente des Augenblicks erkennen, in denen wir glücklich und zufrieden sind. Nun finden wir wieder die Aufmerksamkeit für uns selbst, um diese Momente wahrzunehmen oder können liebevoll stolz auf uns selbst sein, weil wir etwas geschafft haben.

Spirituelle Wirkung

Seiner sinnlichen Wirkung kann man nicht entkommen. Wo immer Leere und Sinnlosigkeit herrschen, füllt er diese Lücke mit seiner Wärme aus. Er gibt Ideen und hilft, die eigenen Grenzen zu überschreiten, sich selbst wieder zu spüren und zu lieben. Sein würziger Duft lässt innehalten und die eigenen Kräfte wieder spüren. Kreuzkümmel gibt die Gewissheit, dass es nichts auf dieser Welt gibt, was wir nicht erreichen könnten, sondern dass es nur unsere selbst gesetzten Grenzen sind, die uns daran hindern.

Aromaölmischungen zum Wohlfühlen

Duftlampe

Verbindet sich gut mit Zitrus-, Gewürz- und Harzölen.

Samsara

1 Tropfen Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
1 Tropfen Koriander (Coriandrum sativum)
1 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)

Bäder

Gulistan

1 Tropfen Cardamom (Elettaria cardamomum)
1 Tropfen Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
1 Tropfen Rose bulgarisch (Rosa damascena)
2 Tropfen Myrrhe (Commiphora molmol)
in einen ½ Becher Sahne emulgieren und ins Badewasser geben.

Körper- und Massageöle

Schleiertanz

2 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)
1 Tropfen Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
1 Tropfen Champaca Absolue (Michelia champaca)
1 Tropfen Tonkaextrakt (Dipteryx odorata)
1 Tropfen Weihrauch arabisch (Boswellia sacra)
in 50 ml Jojobaöl

Aromaküche

Kreuzkümmel kann mit Bay, Cardamom, Ingwer, Koriander, Lemongrass, Nelke, Pfeffer, Zimt und allen Zitrusölen gemischt werden. Er passt zu Eintöpfen, Suppen, Frischkäse, Kartoffel-, Kohl-, Reis-, Lamm- und Currygerichten, Marinaden und Quarkspeisen.

Zum Abschmecken nimmt man 1 Tropfen Kreuzkümmel in Sahne (oder saure Sahne, Oliven- oder Sonnenblumenöl) emulgiert dies und gibt es dann an die Speisen. Sehr vorsichtig dosieren!

Man kann aber auch ein Würzöl herstellen, welches man Eßlöffelweise oder zum Marinieren nehmen kann.

Indisches Würzöl

1 Tropfen Pfeffer schwarz (Piper nigrum)
1 Tropfen Zimtrinde (Cinnamomum verum)
1 Tropfen Bay (Pimenta racemosa)
2 Tropfen Koriandersamen (Coriandrum sativum)
2 Tropfen Ingwer (Zingiber officinale)
3 Tropfen Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
1 Tropfen Cardamom (Elettaria cardamomum)
in 100 ml Sesamöl

Für die indische Küche. Würzöle sollten ca. vier Wochen ruhen, bevor man sie verwendet, damit sich die Aromen gut verbinden.

 

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Weiterführende Publikationen

Aromaküche - Ätherische Öle, die geheimnisvollen Küchenhelfer

 

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Koriandersamen bio 5 ml

Rosengeranie bio 5 ml

Zeder bio 5 ml

Cardamom bio 5 ml

Rose bulgarisch 10 % 5 ml

Myrrhe 5 ml

Bergamotte bio 5 ml

Champaca Absolue 100 % 1 ml

Tonka Absolue 10 % 5 ml

Weihrauch arabisch 5 ml

Pfeffer schwarz bio 5 ml

Zimtrinde 100 % bio 5 ml

Bay 5 ml

Koriandersamen bio 5 ml

Ingwer bio 5 ml

Jojobaöl bio 100 ml

Meersalzbad pur 300 g

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