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Natürliche Pflege für die Baby- und Kinderhaut

Duftthema März/April 2003

 

Für unsere Kleinsten möchten wir ja immer nur das Allerbeste! Nicht nur die Kleidung, das kindgerechte Spielzeug, die Ernährung, das Mobiliar im Kinderzimmer, sondern auch die Pflegeprodukte sollen höchsten Ansprüchen genügen. Und so stehen wir vor den Regalen in Drogerie-, Supermärkten oder Parfumerien, um eine wunderbar duftende Babypflegeserie auszusuchen, die unserem Baby in jeder Weise gerecht wird. Aber werden solche Produkte unseren Anforderungen wirklich gerecht? Denn viele Ärzte und Dermatologen warnen bereits vor den üblichen Kosmetikprodukten bei der Säuglings- und Kleinkinderpflege! Und die Zusammensetzung solcher Produkte findet sich ja auch bei vielen Pflegeprodukten für die "Erwachsenenhaut".

Was hier leider oft nicht gesehen und von den meisten Menschen auch nicht bedacht wird, möchte ich in diesem Artikel beschreiben und natürliche und sanfte Wege für die Hautpflege aufzeigen.

Es gibt leider keine Langzeitstudien darüber, welche Wirkweisen die industriell gefertigten Kosmetikprodukte auf unsere Haut haben. Dabei sind gerade die jetzt neugeborenen Kinder die erste Generation von Menschen in unserem Kulturkreis, die rundum gepflegt und parfumiert werden. So etwas gab es vor zwanzig Jahren noch nicht!

Heute werden unsere Kinder täglich gebadet, natürlich mit dem sanften Badezusatz und der milden Babycreme für die anschließende Massage, bei jedem Windelwechseln werden meist mit Kamille parfumierte Feuchttücher benutzt und der Po anschließend mit der ebenfalls parfumierten Windel geschützt, Sonnenschutzpräparate mit hohem Lichtschutzfaktor für den Sandkasten werden aufgetragen und so weiter...Alle diese herkömmlichen Pflegeprodukte haben eine ähnliche chemische Zusammensetzung.

Was wäre eine solche Creme oder Bodylotion ohne sanften Duft oder würden wir unparfümierten Produkte überhaupt kaufen?

Gerade der Duft suggeriert Wohlbefinden, Sanftheit und Natürlichkeit und auch die Heilwirkung von Kamille, Lavendel oder Melisse wird hier beworben. Gerade bei den industriell gefertigten Pflegeprodukten wird mit viel Werbeaufwand die wohltuende und heilende Wirkung von ätherischen Ölen und Kräuterextrakten gepriesen. Aber ob sich tatsächlich ein ätherisches Öl oder ein Pflanzenextrakt in dem Produkt befindet oder ein synthetischer Duftstoff darin ist, darüber schweigt die Werbung.

Dies muss man anhand der Deklaration des Inhaltes selbst nachschauen. Denn alle Produkte, die auf dem europäischen Kosmetikmarkt verkauft werden, unterliegen bestimmten Vorschriften. So müssen die Inhaltsstoffe nach INCI-Bezeichnungen aufgelistet werden, d.h. der Stoff, der am meisten enthalten ist, steht am Anfang, die restlichen Stoffe gemäß der enthaltenen Menge danach. Bei rein pflanzlichen Stoffen wie ätherischem Öl oder Extrakt muss der botanische Pflanzenname deklariert werden, dies gilt ebenso für die fetten Pflanzenöle wie Mandel- oder Jojobaöl (die INCI-Bezeichnung für Jojobaöl ist Buxus chinensis).

Liest sich kein botanischer Name auf der Liste der Inhaltsstoffe, ist auch kein ätherisches Öl oder Pflanzenextrakt vorhanden, sondern nur ein synthetischer Duftstoff, der meist nur als Parfum deklariert ist.

Denn viele natürliche ätherische Öle sind für die industriell gefertigten Produkte zu teuer und so weicht man meist auf minderwertige oder rein synthetische Qualitäten aus, um den Markt zu befriedigen. Was eine gute Qualität eines ätherischen Öles ausmacht, lesen Sie hier! Aber das ist leider noch nicht alles...

Das Mineralöl

Der Hauptbestandteil bei allen industriell hergestellten Produkten ist das Mineralöl, in den Baby- und Kinderpflegemitteln ist Mineralöl meist zu 90 % enthalten. Die Mineralöle werden verwendet, weil sie nicht verderben können, sie lösen keine Allergien aus, sind billigste Zutaten für die Kosmetikindustrie und werden von 98 % aller Menschen problemlos vertragen.

Das Mineralöl wird aus Erdöl gewonnen und besteht aus Kohlenstoff- und Wasserstoffverbindungen. Es hat keine pflegenden Substanzen (die müssen auf andere Weise in die Produkte eingebracht werden) und Mineralöl kann auch nicht in die Haut eindringen. Erst durch die Zugabe von Emulgatoren kann Mineralöl in die Haut eingebracht werden.

Allerdings kommen mittlerweile solche Kosmetikprodukte immer mehr in die Kritik, da sie über Jahre hinweg verwendet, nicht nur die Hautfunktionen nachteilig beeinträchtigen, sondern auch unser Immunsystem schädigen. Vielleicht überdenken wir auch, dass Rohöl bei der Gewinnung und Verschiffung ein Risiko darstellt. Wer einmal das verklebte Gefieder sterbender Vögel nach einer Ölkatastrophe gesehen hat, sollte sich fragen, ob dieser Rohstoff gesund für den Menschen sein kann.

Dr. Hans Lautenschläger beschreibt in der Zeitschrift "Kosmetik International" die Wirkweisen von herkömmlichen Kosmetikprodukten auf die Haut. So wird z. B. die natürliche Stoffwechselaktivität der Haut verlangsamt, da sich die Mineralölbestandteile wie ein Film auf die Haut legen und die natürliche Hautatmung behindern. Das bedeutet, dass die Haut durch die Pflege immer trockener wird und ständig nachbehandelt werden muss, außerdem lagern sich die Mineralölbestandteile in den Hautschichten ab. Was das bedeutet wissen die Menschen, die ihre Kosmetik auf natürliche Pflege umstellen. Es dauert Wochen bis Monate, bis die Haut wieder zu ihrer natürlichen Aktivität zurückfindet und sich die Ablagerungen aus der Haut herausgelöst haben.

Aber auch die Emulgatoren in den Cremes und Lotions wirken sehr aggressiv. Sie beeinflussen die Funktionen der in der Hornschicht enthaltenen Barriereschichten und lösen die hauteigenen Schutzstoffe aus der Haut heraus. Die Emulgatoren verbleiben in der Haut. Sie bewirken also das genaue Gegenteil dessen, was wir von einer Pflege erhoffen.

Die Baby- und Kinderhaut

Die Baby- und Kinderhaut wird durch derartige Pflegeprodukte am allermeisten geschädigt, da ihr Immunsystem noch nicht entwickelt ist und die Hautfunktionen noch nicht aufgebaut sind. Erst mit Eintritt in die Pubertät hat die Kinderhaut ihre Funktionen endgültig aufgebaut. Diese zarte Babyhaut wird zum Teil mit sehr aggressiven Substanzen gepflegt, z.B. die waschaktiven Substanzen in Babyseifen, Badezusätzen und Shampoos. Diese lösen nämlich den Wasser-Hybrid-Mantel der Haut auf und die Babyhaut benötigt Stunden um ihre Funktionen wieder herzustellen.

Wenn wir also großen Wert auf Hautschutz  und -pflege legen, sollten sich folgende Stoffgruppen möglichst nicht in einer Creme, Lotion oder Badezusatz finden:

  • Konservierungsmittel
     
  • Synthetische Duftstoffe
     
  • Mineralölprodukte
     
  • Emulgatoren
     
  • Farbstoffe
     

Die wichtigsten Aspekte, die eine qualitativ gute Hautpflege auszeichnet, ist der Schutz der Haut vor Umwelteinflüssen, die Ergänzung der hauteigenen Schutzstoffe durch möglichst hautverwandte Stoffe und die Erhaltung und Förderung der selbst-regenerativen Kräfte der Haut.

Die Pflanzenöle

Solche hautverwandten und sehr pflegenden Stoffe finden wir im Pflanzenreich wieder. Ein sehr gutes und natives Pflanzenöl, wie Mandelöl, erfüllt auf ausgezeichnete Weise diese pflegenden Eigenschaften.

Dazu muss sich der Anwender aber erstmal mit der eigenen Ansicht auseinandersetzen. Denn in den meisten Köpfen geistert immer noch das Thema: Küchenöle für die zarte Babyhaut! Aber hier muss ich darauf hinweisen, dass die meisten Küchenöle keine gute Alternative darstellen, da sie mit chemischen Lösungsmitteln wie Leichtbenzin oder Hexan behandelt und anschließend raffiniert (gereinigt) wurden. Und durch diesen Reinigungsprozess werden alle wirksamen und hautverwandten Bestandteile aus dem Pflanzenöl herausgefiltert. Über den Herstellungsprozess von handelsüblichen Pflanzenölen lesen Sie hier!

Ein gutes Pflanzenöl zeichnet sich dadurch aus, dass es nativ (also nicht raffiniert) und kaltgepresst wurde (kbA bedeutet nur, dass das Pflanzenmaterial aus kontrolliert-biologischem Anbau kommt, aber solche Pflanzenöle können durchaus raffiniert sein). Nur so behalten die Pflanzenöle ihre natürlichen Inhaltsstoffe und Vitamine. Nach dem Auftragen von Pflanzenölen bleibt die Haut durchlässig, sie wird genährt, bleibt elastisch und durch ihre unterschiedlichen Inhaltsstoffe können sogar ernste Hautprobleme behoben werden.

Allerdings ist ein solches Pflanzenöl auch nicht ewig haltbar. Je mehr ungesättigte Fettsäuren ein Pflanzenöl hat, desto schneller kann es ranzig werden. Die beliebtesten Pflanzenöle sind Mandel- und Jojobaöl.

Das Mandelöl

Mandelöl hat eine Haltbarkeit von zwei Jahren, angebrochene Flaschen von einem Jahr. Es ist das klassische Hautöl für die Babypflege und für alle Hauttypen verträglich. Es pflegt und schützt die Haut und hat eine rückfettende Komponente, die sich besonders für die trockene und juckende Haut eignet.

Mittlerweile werden auch Pflegeprodukte angeboten, mit einem besonders pflegenden Anteil an Mandelöl und da stellt sich die Frage:

Warum sollte man das pflegende Mandelöl dann nicht pur nehmen?

Denn die pflegenden Ölanteile sind in industriell gefertigten Produkten sehr gering, da sie ein Lotion- oder Cremegemisch schnell durcheinander bringen können und dann das Gesamtgebilde der Creme oder Lotion leidet. Und der Käufer möchte eben keine Creme in der sich der Wasseranteil an der Oberfläche sammelt oder die Lotion, die man vorher immer fest aufschütteln muss, damit sich die Bestandteile verbinden.

Das Jojobaöl

Die große Ausnahme bildet Jojobaöl, das eigentlich ein Wachs ist und eine Haltbarkeit von zwanzig Jahren hat. Die pflegenden Eigenschaften von Jojobaöl dürften ausreichend bekannt sein. In guten Kosmetikprodukten findet sich oftmals ein geringer Anteil an Jojobaöl. Es ist antiallergen, stabilisiert den ph-Wert, reguliert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut und bietet Schutz vor negativen Umwelteinflüssen, wie den freien Radikalen. Nicht nur für die Kinderhaut, auch für die trockene, reife und gereizte Haut und zur Straffung des Bindegewebes kann man das Jojobaöl sehr gut nehmen. Jojobaöl macht die Haut glatt und geschmeidig und gerade die empfindliche Haut wird widerstandsfähiger. Zudem macht ein Anteil Jojobaöl andere Basisöle haltbarer.

Das Ringelblumenöl

Ein weiteres Basisöl für die Babyhaut ist das Ringelblumen- oder Calendulaöl. Dabei handelt es sich aber nicht um ein gepresstes Pflanzenöl, sondern ein Mazerat. In diesem Fall werden Ringelblumenblüten in Olivenöl (oder einem anderen Basisöl) 4 - 6 Wochen eingelegt, in die Sonne gestellt und dann abgefiltert. Die Bestandteile der Blüten sind dann im Öl gelöst. Das Calendulaöl pflegt die empfindliche Babyhaut und macht sie zart und geschmeidig. Aber es lindert auch Entzündungen, wunde Haut und eignet sich wunderbar zur Pflege von trockener und rissiger Haut.

Die Babymassage

Alle drei genannten Öle eignen sich natürlich auch zur Babymassage. In allen Kulturen werden Babies eingeölt, da die Pflanzenöle der Babyhaut helfen einen Schutzmechanismus gegen Umwelteinflüsse aufzubauen und die natürlichen Hautfunktionen zu unterstützen.

Babymassagen sind auf dem Vormarsch und es werden viele Kurse dafür angeboten, aber wer massieren will, braucht dafür nicht unbedingt eine Ausbildung. Selbst ganz einfache, einfühlsame Berührungen haben ganz große Wirkung, da sie Eltern und Kinder richtig nahe kommen lassen und über den innigen Hautkontakt Vertrauen und Liebe wachsen. Lassen Sie sich von ihren Gefühlen leiten. Ihr Kind zeigt Ihnen deutlich, was ihm gefällt!

Eine regelmäßige Ölmassage trägt dazu bei, dass die Abwehrkräfte des Kindes gestärkt, Blähungen gelindert und das Hautbild verbessert wird.

Aber war wäre auch hier die Babymassagewelt ohne sanften Duft?

Ätherische Öle für kleine Nasen - die Dosierung

Der Geruchssinn von Babies gehört zu den ausgeprägtesten Sinneswahrnehmungen, daher werden Düfte von Babies viel intensiver wahrgenommen als von Erwachsenen. Neugeborene sollten in den ersten Lebenswochen daher von Düften verschont werden und nur mit Pflanzenölen oder duftneutralen Produkten gepflegt werden.

Ganz wichtig ist auch die Dosierung. Es reicht vollkommen aus, z.B. in einer Duftlampe nur 1 Tropfen ätherisches Öl zu geben, wenn ein Baby sich mit im Raum aufhält. Bei Erkältungsbeschwerden von Babies reicht 1 Tropfen ätherisches Öl auf ein Taschentuch oder Windel gegeben und diese dann über das Bett zu hängen.

Für ein duftendes Babybad reicht ebenso 1 Tropfen ätherisches Öl in 1 EL Sahne oder duftneutralem Badezusatz aus. Bei Kleinkindern kann man, je nach ätherischem Öl 3 - 5 Tropfen beigeben.

Für ein Massage- oder Körperöl reichen 1 - 3 Tropfen ätherisches Öl in 100 ml Basisöl für ein Baby aus, bei Kleinkindern kann man je nach ätherischem Öl bis 10 Tropfen in 100 ml Basisöl beigeben.

Generell gilt: Je Jünger - umso weniger Tropfen ätherisches Öl!

Absolut tabu sind folgende Düfte:

Und was sich in vielen Internetseiten zur Babypflege mit ätherischem Öl immer wieder findet und die gerade bei Babies und Kindern bis zum 6. Lebensjahr absolut tabu und nicht zu verwenden sind, sind folgende ätherischen Öle:

Pfefferminze (Mentha piperata), Eukalyptus (bis auf eine Ausnahme, alle Chemotypen), Kampher, Ackerminze (bekannt als "japanisches Heilfpflanzenöl") und das Kümmelöl (Cumin Carvi)

Diese ätherischen Öle haben aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung eine viel zu starke und reizende Wirkung. Außerdem kann es zu einem olfactorischen Schock kommen, d.h. die Atmung setzt aus. Die Ackerminze ist selbst bei Erwachsenen nicht unproblematisch.

Wundervolle helfende Düfte für kleine Wesen

Dabei braucht man zur Baby- und Kinderhautpflege nicht viele ätherischen Öle. Die wichtigsten ätherischen Öle für die Hautpflege und viele Wehwehchen bei Babies und Kleinkinder lassen sich auf vier ätherische Öle begrenzen. Dies sind:

Rose (Rosa damascena oder Rosa centifolia), Lavendel fein (Lavandula angustifolia), Cajeput (Melaleuca cajeputi) und Palmarosa (Cymbopogon martinii)

Die Rose

Ein absoluter Luxusduft und für alle die nur das Beste für die Babyhaut möchten, ist das Rosenöl. Von den vielen Rosensorten eignen sich die helleren Rosendüfte, wie die Mairose, Rose türkisch oder marokkanisch. Rosenöl ist nicht nur ein Inbegriff für Luxus, sondern ein absolutes Highlight in der Hautpflege. Sie eignet sich für alle Hauttypen, fördert das Wachstum neuen Hautgewebes, harmonisiert nicht nur das Hautbild sondern auch die Seele, lindert Rötungen und Reizungen und hemmt Entzündungen. In Babyölen reicht 1 Tropfen Rose in 100 ml Basisöl aus.

Der Lavendel

Lavendel ist das Öl der Wahl. Mit Lavendel kann man viele alle Beschwerden lindern. Es ist das vielseitigste ätherische Öl in der Aromamedizin und es gehört zu den wenigen Ölen, die man pur auf die Haut auftragen kann. Ein hochwertiges Lavendelöl pur in eine offene Wunde gegeben, stillt die Blutung, fördert den Heilungsprozess, verringert die Narbenbildung und brennt nicht!

Bei Einschlafproblemen und unruhigen Babies kann man 1 Tropfen direkt auf den Strampler oder auf ein Taschentuch geben und dies über die Wiege hängen. Erwachsenen kann man 3 Tropfen aufs Kopfkissen träufeln. Bei Babies macht man das nicht, da, wenn sich das Kind schon drehen kann und es auf dem puren Lavendelöl liegt, es zu Hautreizungen kommen kann. Für Kinder, die schlecht einschlafen können, ist die Verbindung von Lavendel und Mandarine rot ideal.

Bei Wundsein kann man einfach 3 Tropfen Lavendel in 3 EL Sahne emulgieren und dies ins Badewasser geben. Dies ist auch einfach ein schöner Badezusatz, dank dem man auf konventionelle Badezusätze verzichten kann. Ebenso beruhigt Lavendel die gestressten Eltern in einem Bad. Lavendel stärkt das aufbauende Immunsystem, macht es weniger anfällig für Infektionen und schützt die Haut. Ebenso kann man 7 Tropfen Lavendel in 100 ml Mandelöl geben zur täglichen Popflege, auch das verhindert das Wundsein und lässt die bereits wunde Haut schneller abheilen. Diese Mischung ist auch schön mit 5 Tropfen Lavendel und 5 Tropfen Palmarosa. Bei ganz kleinen Babies reichen 3 Tropfen Lavendelöl in 100 ml Mandelöl.

Bei den Kleinkindern ist es überhaupt das Öl der Wahl. Sind die ersten Schritte getan, lassen die üblichen Verletzungen nicht lange auf sich warten. Abschürfungen, leichte Verbrennungen an heißen Gegenständen und Beulen am Kopf heilen durch Lavendel schnell ab und beruhigen das Kind. Hier wird der Lavendel pur angewandt. 1 Tropfen auf den Finger geben und damit die Beule sanft einreiben. Bei Abschürfungen und Verbrennungen gibt man 1 Tropfen direkt auf die verletzte Stelle. Blutungen werden so schnell gestillt, der Schmerz vergeht und die Aufregung der Kinder vergeht auch sehr schnell. Bei Verbrennungen erst unter fließend kaltem Wasser kühlen und dann Lavendel pur auf die Stelle geben. Brandblasen können so verhindert werden, aber "magisches Pusten" nicht vergessen!

Der Cajeput

Das zweite Öl der Wahl ist das Cajeput. Es finden sich zwar immer noch Warnhinweise in Büchern, dass Cajeput nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden darf. Aber das stimmt nicht! Für viele Aromatherapeuten ist es das sanfteste Kinderöl bei Erkältungen überhaupt! Aufgrund der Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe ist es ein sehr mildes und sehr wirkungsvolles Öl bei Atemwegserkrankungen und grippalen Infekten. Es hat eine noch stärkere antivirale Wirkung als Teebaum. Kinder sind sehr anfällig für Infektionskrankheiten, da ihr Immunsystem erst noch aufgebaut werden muss.

Bei Säuglingen gibt man 1 Tropfen Cajeput auf ein Taschentuch und hängt dies über die Wiege, das hilft schon, um die kleine Nase nachts durchatmen zu lassen, bei Kleinkindern kann man bis zu 4 Tropfen auf einen Duftstein geben. Auch hier kann man mit Lavendel unterstützen, 2 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Cajeput. Ein einfaches aber wirkungsvolles Brustöl bei Erkältungen besteht aus 3 Tropfen Lavendel, 3 Tropfen Cajeput in 100 ml Mandelöl (bei Kleinkindern 50 ml
Mandelöl), dazu kann man auch noch 3 Tropfen Palmarosa geben.

Cajeput ist eines der besten schmerzlösenden Öle. Daher findet es auch Verwendung bei der Behandlung von sehr schmerzhaften Nervenentzündungen, Rheuma, Muskelschmerzen und Verspannungen.

Das Palmarosa

Palmarosa wird aus einem Gras gewonnen und duftet fein nach Rosen. Das ätherische Öl von Palmarosa ist noch nicht sehr bekannt. Dabei ist es extrem hautfreundlich und reich an hochwirksamen Inhaltsstoffen. Es stärkt das Immunsystem und wirkt ausgleichend auf Herz-Kreislauf und das Nervensystem. Also auch etwas wieder für die meist gestressten Eltern, da es Stresshormone abbauen kann.

Palmarosa ist für Babymassagemischungen sehr zu empfehlen, da es ein ideales Öl für die empfindliche Haut ist. Es macht die Haut widerstandsfähiger, beeinflusst viele Hautfunktionen positiv und unterstützt das Immunsystem bei geschwächter Abwehrlage. Zudem hat Palmarosa eine starke seelische Wirkung. Es ist stimmungsaufhellend, entspannend und wirkt unmittelbar beruhigend auf das Nervensystem.

Ein schönes Babybad ergibt sich mit 3 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Palmarosa in ½ Becher Sahne emulgieren und dies ins Wasser geben. Diese Bademischung eignet sich auch sehr für müde und gestresste Eltern, dann aber die Tropfenanzahl verdoppeln. Zur Pflege eines wunden Pos ist es in Mischungen mit Lavendel geeignet. Hierzu gibt man ca. 6 Tropfen Lavendel und 3 Tropfen Palmarosa in 100 ml Mandelöl, bei ganz kleinen Babies gibt man 2 Tropfen Lavendel und 1 Tropfen Palmarosa in 100 ml Mandelöl.

Aromaölmischungen bei Verdauungsproblemen und Blähungen

Zur Anregung der Verdauung bei Babies genügt auch meist ein Rosenöl, also 1 Tropfen Rose in 100 ml Mandelöl. Sind die Babies größer kann man je 1 Tropfen Anis (Pimpinella anisum) und Fenchel süß (Foeniculum vulgare) dazu geben. Auch eigenen sich hier Koriandersamen (Coriandrum sativum), Karottensamen (Daucus carota) und das Kreuzkümmelöl (Cuminum cyminum).

Bei Blähungen wird das Öl im Uhrzeigersinn auf das Bäuchlein aufgetragen. Dabei ganz sanften Druck ausüben, um die Luft im Darm, nach unten zu bewegen. Nach etwa 15 Minuten kommt dann meist die Erlösung. Wenn Sie ein "Schreikind" haben, das die sogenannten "Drei-Monats-Koliken" hat, sollten Sie eine regelmäßige Bäuchleinmassage machen. Morgens und abends, aber nicht unmittelbar nach einer Mahlzeit!

Das Bäuchleinöl bekommen Sie fertig gemischt im Satureja-Shop!

Seelenstreichler für beruhigende Momente

Weitere empfehlenswerte Düfte, die sich sehr für Kleinkindernasen eigenen und mit denen sich auch schöne, entspannende, beruhigende und harmonisierende Mischungen machen lassen sind:

Mandarine rot, Orange, Grapefruit, Honig, Vanille, Benzoe Siam, Neroli, Rosenholz, Linaloeholz, Rosengeranie, Ho-Blätter und Sandelholz.

Solche Düfte vermitteln dem Kind ein Gefühl der Geborgenheit, Sanftheit und öffnen die kindliche Seele für heitere und lichte Momente.

Und womit sich die ganz Kleinen sehr wohl fühlen, tut uns als Erwachsenen natürlich auch gut. Denn eine solche duftende Haut- und Seelenpflege fördert nicht nur das kindliche Wohlbefinden, sondern auch das familiären Zusammenleben. Und so zieht mit den harmonischen Düften auch die Harmonie und der Frieden nicht nur ins Kinderzimmer ein!

 

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Cajeput bio 5 ml

Lavendel fein bio 5 ml

Palmarosa bio 5 ml