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Bernstein - Räucherpflanze und Anwendung

Weitere Informationen zum Bernstein finden Sie in meinem Artikel “Bernstein - Gold des Nordens” in der Mittelalterzeitschrift Miroque.

Inhaltsstoffe

Organische Harze und Bernsteinsäure.

Über den Wohlgeruch

In der Zeit des Miozän, also vor rund 35 Millionen Jahren, waren die Gebiete der Nord- und Ostsee mit sumpfigen Mischwäldern bedeckt. Aus dieser Zeit stammt der Bernstein, ein fossiles Harz, das aus den Verletzungen und dem Vermodern dieser Bäume entstanden ist. Auch enthält er oft Einschlüsse von prähistorischen Pflanzen und Tieren. Das deutsche Wort Bernstein leitet sich von “Brennstein” ab, da Bernstein leicht entzündlich ist und gut brennt.

Bernsteinfundstellen gibt es über die ganze Welt verteilt, so gibt es z.B. baltischen, dominikanischen oder burmesischen Bernstein.

Von der Heilwirkung des Bernsteins

In Griechenland und in Ägypten galt Bernstein als großes Heilmittel gegen Harnbeschwerden, Geisteskrankheiten, Fieber, Magenbeschwerden, Halskrankheiten, Schmerzen und vieles mehr.

Im Mittelalter benutzte man ihn bei Nierensteinen, Epilepsie und gegen die Pest. Hildegard von Bingen empfahl ihn bei Magenschmerzen, Gastritis und Magengeschwüren. Im 17. Jahrhundert fehlte der Bernstein in keinem Kräuterbuch und man verwendete ihn auch bei Schwangerschaft und Geburt. Bernsteinpulver wurde bis in die heutige Zeit in Apotheken vertrieben.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird Bernsteinpulver bei Schlaflosigkeit, Angstzuständen, bei vielen Arten von Krämpfen und Schwellungen verabreicht. Er soll auch den Heilungsprozeß beschleunigen.

Auch heute noch wird Babies ein Bernsteinkettchen um den Hals gelegt, wegen Zahnungsbeschwerden.

Wer die Heilwirkung des Bernsteins ausprobieren möchte, bereitet sich eine Bernstein-Essenz. Hierfür werden einige Bernsteine über Nacht in ein Glas Wasser gelegt. Die Steine werden morgens herausgenommen und das Wasser nach dem Frühstück getrunken. Diese Essenz sollte man einige Tage lang einnehmen. Bei Beschwerden hilft es aber auch, den Stein direkt auf die Haut zu legen.

Bernstein zum Räuchern

Sein Rauch duftet angenehm holzig, harzig und leicht nach Pinie, variiert aber, je nach dem von welcher Pflanze er stammt. Bernstein hat eine lange Brenndauer und kann daher für lange Räuchersitzungen sehr gut verwendet werden.

Mit Bernstein kann man sehr gut Räume reinigen und segnen. Er ist ein Mittel mit großer Kraft, um negative Energien auszuräuchern. Aber auch um Heilgegenstände, Amulette und Edelsteine einzuweihen, energetisch aufzuladen und zu segnen wird er verwendet.

Er bringt uns wieder in die eigene Mitte, gibt Gelassenheit und beruhigt in vielen stressigen Situationen unseres Lebens. Wir können die innere Balance wiederfinden und sehen im Alltag den goldenen Mittelweg, um die Bedürfnisse unserer Mitmenschen mit unseren eigenen in Einklang zu bringen.

Bernstein ist ein Schutzmittel vor allen negativen Einflüssen, ob dies nun kraftraubende Situationen sind, schlechtgelaunte Menschen um uns herum oder um unsere Wohnräume von negativen Kräften (z.B. nach Streitereien) zu reinigen. Er hilft uns, unsere Achtsamkeit zu stärken und so können wir uns in vielen Situationen und bei störenden Einflüssen besser nach außen abgrenzen.

Immer wenn unser Leben an einem Wendepunkt steht und Veränderungen unausweichlich sind, unterstützt der Bernstein jeden Neubeginn und das Loslassen von alten Verhaltensmustern. Er gibt dann Selbstvertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten, Mut und Kraft die Situation zu bewältigen und den Glauben an den eigenen Erfolg.

Besonders für Menschen, die mit "Schicksalsschlägen" oder Einsamkeit nicht zurecht kommen, hilft er bei der seelischen Verarbeitung von Ängsten, seelischen Tieflagen und lässt erkennen, dass man dem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert ist.

Astrologische Zuordnung

Bernstein gehört zu den Räucherharzen der Sonne. Er unterstützt unsere vollkommene, individuelle und kraftvolle Seite und verbindet uns mit den Kräften der Sonne. Die Sonne steht für die Selbstverwirklichung, das Lebenskonzept und den "roten" Faden in unserem Leben. Sie ist das Symbol der Lebensspenderin und der Fruchtbarkeit, da ohne sie kein Leben möglich wäre. Eine Sonnenräucherung kann dazu beitragen, dass wir unser inneres Feuer wieder entfachen und Kraft und Mut gewinnen können.

Bernstein ist im Tierkreiszeichen dem Löwe zugeordnet. Menschen dieses Zeichens besitzen ein starkes Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und haben Führungsqualitäten. Sie können begeistern, dynamisch, willensstark und risikofreudig sein. Und so kann eine Löweräucherung dazu beitragen, dass wir selbstbewusster und souveräner reagieren, unser Handlungs- und Durchsetzungsvermögen stärken und uns so akzeptieren können, wie wir sind.

Rituelle Anwendung

Der Bernstein der Antike kam von der germanischen Ostseeküste und wurde über die "Bernsteinstraße" nach Griechenland und Italien gebracht. Dabei wurde er hauptsächlich für Schutzamulette verwendet und selbst Plinius erwähnt in seinen Schriften, dass der Bernstein mit Gold gleichwertig und wertvoller als ein Menschenleben ist.

Die griechische Mythologie erzählt folgende Geschichte über die Entstehung des Bernsteins: Der Sonnengott Helios übergab seinem Sohn Phaéton die Zügel des Sonnenwagens. Aber Phaéton war seiner Aufgabe nicht gewachsen, mal fuhr er zu hoch über die Erde, so dass die Menschen froren, ein anderes Mal kam er der Erde zu nahe und die Felder verbrannten. Darüber war Zeus so erzürnt, dass er Phaéton mit einem Blitz erschlug und aus Trauer um ihren Bruder verwandelten sich seine Schwestern in Pappeln und ihre Tränen wurden zu Bernstein.

In China wird der Bernstein "Hu-po" genannt und bedeutet Tigerseele. Dort wird er seit altersher als Aphrodisiakum verwendet. Der dortige Bernstein stammt aus Zentralasien und Burma. So beschreibt Robert Kinsey in seinem Buch "Ojime: Magical Jewels of Japan: Man hielt Bernstein für die Seele eines verstorbenen Tigers. Er entsteht, wenn die Seele eines verstorbenen Tigers in die Erde eindringt. Und so ist im Bernstein die Potenz des Tigers und das Symbol von Lebenskraft und Langlebigkeit enthalten.

Räuchermischungen für die Seele

Tempelweihrauch der Griechen

2 Teile Weihrauch
1 Teil Myrrhe
1 Teil Zeder
1 Teil Bernstein
1 Teil Iriswurzelpulver
1 Teil Quittensamen

Weihrauch, Myrrhe und Bernstein im Mörser zerkleinern, Zedernholz, Iriswurzelpulver und Quittensamen zugeben. Alles miteinander mischen und prisenweise verräuchern. Diese Mischung möchte die spirituelle Atmosphäre einfangen, in dem wir uns für Meditation und Gebet öffnen können. Wir können eintauchen in die Tiefe unseres Seins, Kontakt mit der Anderswelt aufnehmen und in unsere Mitte gelangen. Ebenso lassen sich durch Geschichten, Legenden und Mythen Situationen erklären, Wahrheiten finden und unerklärlichen Geschehnissen eine begreifbare Ursache geben.

Die vollständige Beschreibung der Mischung finden Sie hier!

 

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