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Dill - Ätherisches Öl und Anwendung

Botanischer Name
Anethum graveolens
Familie  
Umbelliferae - Doldenblütler
Duftprofil  
frische, würzig-süße Kräuternote
Note   
Kopfnote
Element  
Feuer / Luft

Inhaltsstoffe

50 % Monoterpene, 30 % Monoterpenketone, Oxide, Sesquiterpene, Phenylether, Monoterpenole und andere.

Gewinnung

Wasserdampf-Destillation des Krautes mit den Samen. Aus 330 kg des Krautes gewinnt man 1 kg ätherisches Öl.

Wichtig zu unterscheiden ist hier, ob das Dillöl aus dem ganzen Kraut mit den Samen oder nur die Samen destilliert wurden. Denn das reine Samenöl besteht zu über 50 % aus Monoterpenketonen und hat somit eine komplett andere biochemische Zusammensetzung und Wirkweise. Das reine Samenöl darf nicht bei Kindern unter sechs Jahren und Schwangeren angewendet werden.

Duftthema

Dill gehört zu den seit Jahrtausenden in der Antike genutzten Arznei-, Gewürz- und magischen Pflanzen. Von seinen Anwendungen erzählen früheste ägyptische Papyri, die Bibel und die heilkundigen Schriften von Dioskurides. Aus der minoisch-mykenischen Kultur stammend wurde sein Anbau in Deutschland von Karl dem Großen empfohlen und Hildegard von Bingen widmete dem Dill ein ganzes Kapitel. Das ätherische Dillöl ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Heute wird er leider fast nur noch als Gewürz in der Fischküche benutzt. Dabei kann man mit seinem süßen krautig-würzigen Duft wunderbar relaxen und abschalten.

Wirkweisen des ätherischen Dillöles

Körperliche Wirkung

Der Hauptinhaltsstoff sind die Monoterpene, die starke Hautreize setzen und in hoher Dosierung Hautirritationen auslösen können. Durch den ebenfalls hohen Monoterpenketonanteil sollte das Dillöl nur in einem Basisöl gelöst oder in Mischungen mit anderen ätherischen Ölen (am Besten in Verbindung mit Lavendel fein) verwendet werden.

Der Hauptanwendungsbereich des Dillöles liegt bei Verdauungsbeschwerden, wie Bauchweh und Blähungen. Er kann starke Krämpfe im Verdauungssystem und Blähungen lösen. Hierzu gibt man 1 Tropfen Dillöl in 10 ml Basisöl und macht damit eine Bauchmassage. Durch den hohen Monoterpenketongehalt ist das Dillöl für Blähungen bei Babies und Kleinkindern nicht geeignet, hier verwendet man besser den Kreuzkümmel (Cuminum cyminum).

Um eine Bauchmassage auszuführen, gibt man das Massageöl in die Hände und verteilt es mit gleichmäßig auf dem Bauch. Man massiert mit beiden Händen, sanft kreisend im Uhrzeigersinn. Durch die Bauchmassage wird die Durchblutung und die Darmtätigkeit gefördert und damit Verkrampfungen gelöst.

Dill regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Er besitzt kräftigende und stimulierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Oft kommt es durch Krankheiten oder Therapien zu Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen. Aber auch die Umstellung von Ernährung oder Essenszeiten, veränderte Umgebung, seelischer Kummer und Sorgen können Auslöser für Ernährungsprobleme sein. Auch hier ist eine Bauchmassage hilfreich.

In Erkältungsmischungen ist Dill eine gute Zutat, besonders bei Bronchitis. Dank seiner schleimlösenden Eigenschaften löst er gerade den zähen Schleim in den Bronchien.

In Cellulitemischungen hat sich der Dill durch seine entwässernden und entschlackenden Eigenschaften bewährt. In Kombination mit Grapefruit und Zeder ergeben sich wirksame Mischungen.

Seelische Wirkung

Dill regt die Dopaminproduktion an. Dies ist ein chemischer Botenstoff (Neurotransmitter), der mobilisiert, uns wieder in das seelische Gleichgewicht bringt und sanft aus seelischen Tieflagen zieht. Auch die Nordrenalinproduktion wird angeregt. Diese stärkt die Widerstandskraft, fördert das Selbstvertrauen, richtet uns stark auf und gibt wieder Lebensfreude und -kraft. Ein Absinken des Nordrenalinspiegels führt zu Antriebsschwäche, Trägheit und Abwehrschwäche.

In stressigen und hektischen Zeiten beruhigt und entkrampft er unser Nervensystem und schützt uns vor weiterer Überreizung. Sein warmer süß-würziger Duft hüllt unsere Nerven ein, lässt uns entspannen und gibt uns den Moment des Innehaltens. So können wir unseren Stress loslassen und unsere gute Laune wiederfinden. Auch Stimmungsschwankungen kann Dill ausgleichen, so dass wir unsere Launenhaftigkeit nicht an unseren Mitmenschen auslassen müssen. Denn meist trifft es hier den Partner oder die Kinder, die zu unserem momentanen Stressempfinden nichts können und mit weiteren Anforderungen in den Momenten kommen, in denen wir nichts weiter als entspannen möchten.

Dill lässt innerlich ruhig werden, löst sanft Ängste auf, gibt Sicherheit und verhilft zu mehr Gelassenheit. Diese Wirkung machten sich die römischen Gladiatoren zunutze, indem sie vor ihren Kämpfen ihren Körper mit Dillöl einrieben. Gerade die hyperaktiven und "zappeligen" Menschen und Kinder profitieren von dieser Wirkung. Hier wirkt er vor allem in der Kombination mit der römischen Kamille in der Duftlampe oder auf einen Duftstein gegeben, je 1 Tropfen der beiden ätherischen Öle reichen aus.

Seine schlaffördernden Eigenschaften lassen Schlafstörungen überwinden und wiederkehrenden Alpträumen lindern. Bewährt haben sich hier Fußmassagen aus 2 Tropfen Dill und 2 Tropfen Lavendel fein in 20 ml Johanniskrautöl (bei Kindern in 50 ml Johanniskrautöl).

Spirituelle Wirkung

Sein warmer und süß-würziger Duft stärkt die Aura und gibt Raum, wenn man sich seelisch von anderen Menschen bedrängt fühlt. Dill ist ein starkes Schutzöl, mit dem man negative Energien bannen kann. Nicht umsonst war der Dill im Mittelalter ein dämonenabwehrendes Kraut, das bösen Zauber vertrieb und vor Hexen und Verhexung schützte. Der Volksreim "Baldrian, Dost und Dill, kann die Hex nicht, wie sie will" bezieht sich genau darauf.

Aromaölmischungen zum Wohlfühlen

Duftlampe

Verbindet sich gut mit Kräuter-, Zitrus- und Holzölen.

Mystera

1 Tropfen Dill (Anethum graveolens)
1 Tropfen Estragon (Artemisia dracunculus)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
1 Tropfen Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)

Körper- und Massageöle

Entspannung pur

2 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)
1 Tropfen Dill (Anethum graveolens)
1 Tropfen Koriandersamen (Coriandrum sativum)
1 Tropfen römische Kamille (Chamaemelum nobile)
2 Tropfen Linaloeholz (Bursera delpechiana)
in 50 ml Mandelöl süß

Aromaküche

Dill harmoniert mit Anis, Bay, Fenchel, Estragon, Grapefruit, Koriandersamen, Lorbeer, Muskatnuss, Pfeffer und Zitrone. Er passt zu Gemüsegerichten, Salaten, Fischgerichten, Eierspeisen und Milchprodukten.

Zum Abschmecken nimmt man 1 Tropfen Dill in Sahne (oder saure Sahne, Oliven- oder Sonnenblumenöl) emulgiert dies und gibt es dann an die Speisen. Sehr vorsichtig dosieren.

Dill-Würzöl

3 Tropfen Dill (Anethum graveolens)
1 Tropfen Estragon (Artemisia dracunculus)
1 Tropfen Fenchel (Foeniculum vulgare dulce)
2 Tropfen Pfeffer grün (Piper nigrum)
in 50 ml Sonnenblumenöl

Das Würzöl sollte gut 4 Wochen reifen, damit sich die Aromen gut vermischen und es kann eßlöffelweise verwendet werden. Besonders gut passt dieses Würzöl in mediterrane Gerichte und für die herzhafte einheimische Küche.

 

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