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Guajakholz und -harz - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name       
Guajacum officinale
Guajacum sanctum
Familie                           
Zygophyllaceae – Jochblattgewächse

Inhaltsstoffe

Harze, Guajakharzsäure, Guajaksäure, Guajakonsäure, Gummi, Farbstoff, Saponine und ätherisches Öl. Das ätherische Öl besteht aus Sesquiterpenolen, Phenylethern, Sesquiterpenen und Oxiden.

Über den Wohlgeruch

Der Guajakbaum wird bis zu 13 m hoch und wächst im tropischen Teil Südamerikas. Das Guajacum officinale stammt hauptsächlich von den Küsten Kolumbiens, Venezuelas und den kleinen Antillen. Guajacum sanctum kommt auf Jamaika, Kuba, Haiti, den Bahamas und den Küsten Floridas vor. Das Holz ist dermaßen harzreich, dass es wie das kostbare Adlerholz, im Wasser sinkt. Das Harz gewinnt man durch Einschnitte im Baum oder man erwärmt das gefällte und angebohrte Holz.

Guajak wird seit Jahrtausenden von den südamerikanischen Indianern rituell gebraucht. Die Spanier brachten das “heilige Holz” (palo santo - heiliges Holz) im 15. Jahrhundert nach Europa.

Das Guajakholz wurde am 13.02.2003 in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen und bekam am 30.08.2003 den Schutzstatus in der EU-Verordnung. Das Guajakholz und -harz wird seither nur mit Cites-Bescheinigung legal gehandelt. Es ist momentan sehr schwer an eine gute Qualität zu kommen, da die meisten Bestände im Handel noch vor 2003 stammen und in den meisten Fällen überlagert sind.

Von der Heilwirkung des Guajakholzes und -harzes

Im Mittelalter galt das Guajakholz als bestes Mittel bei der Syphillis, was ihm die Bezeichnung Franzosenholz eingebracht hat. Auch heute ist es noch Bestandteil vieler Teemischungen, da es den Stoffwechsel anregt. Traditionell räuchern es die südamerikanischen Indianer bei Erkältungen und als Aphrodisiakum. Der Gebrauch ist auf das sehr harte Holz zurückzuführen, dessen Härte sich auf das männliche Glied übertragen sollte.

Das Harz war Bestandteil von Balsamen, die zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen dienten. Aber es wurde auch in Alkohol aufgelöst und als Mundwasser bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes gebraucht. Noch immer wird es in der Homöopathie zur Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper verwendet.

Guajakholz und - harz zum Räuchern

Beim Räuchern entfalten das Holz und das Harz einen warmen, würzigen und süßen Rauch. Der unsere Ängste besänftigt, unsere Sorgenfalten glättet und Wut und Zorn verrauchen lässt.

Es wirkt stimulierend und euphorisierend auf unsere Seele, zieht sanft aus seelischen Tieflagen und versetzt uns in sinnliche Stimmung. Die mentalen und seelischen Kräfte werden gestärkt und Guajak öffnet uns für Liebesbegegnungen.

Eine Guajakräucherung gibt uns Kraft, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Mangelndes Selbstvertrauen und Selbstzweifel löst sie sanft auf. Dabei zentriert sie unsere Gedanken auf unsere Stärken und unser Können. Und so können wir extreme Situationen durchleben und seelisch und geistig weiterwachsen.

In stressigen und hektischen Zeiten gibt Guajak Durchhaltevermögen und kann destruktive Gedanken, denen wir oft verhaftet sind, auflösen, so dass man neue Ideen entwickeln und kreative Wege gehen kann.

In allen Kulturen opferte man zu religiösen Zwecken, um Menschen, Tieren und Göttern zu danken und zu ehren. In einer kleinen Zeremonie kann man lieben Freunden lichtvolle Gedanken senden, sich bei fremden Menschen, die einem hilfreich zur Seite standen, bedanken oder einfach nur der Natur und des Lebens gedenken. Durch eine solche Opferräucherung mit Guajakharz schaffen wir einen energetischen Ausgleich für eine empfangene Gabe.

Astrologische Zuordnung

Guajak gehört zu den Räucherpflanzen des Mondes. Es unterstützt unsere mystische, unbewusste und weibliche Seite und verbindet uns mit den Kräften des Mondes. Der Mond steht seit altersher für den Instinkt, die Intuition und die magischen und geheimnisvollen Seiten unseres Lebens. Er ist das Symbol der großen Mutter, der Mondin, die unsere dunklen Seiten beherrscht. In Mondräucherungen unterstützt das Guajak, dass die Dinge einfach geschehen, wie sie geschehen müssen und wir einfach annehmen oder auch loslassen können.

Guajak ist im Tierkreiszeichen dem Krebs zugeordnet. Menschen dieses Zeichens schätzen Wärme, Geborgenheit und haben einen ausgeprägten Familiensinn. Sie sind empfindsam, hilfsbereit, fantasievoll und verträumt. Und so kann eine Krebsräucherung dazu beitragen, dass wir unsere eigenen Gefühle wahrnehmen, auf unsere Emotionen hören und achten und Vertrauen in unsere Fähigkeiten stärken.

Räuchermischungen für die Seele

Liebesgarten

1 Teil Guajakharz
1 Teil Weihrauch
1 Teil Rosenblüten
1 Teil Sandelholzpulver
½ Teil Zimt

Weihrauch im Mörser zerkleinern, die Rosenblüten zwischen den Handflächen zerreiben, Sandelholz-, Zimt- und das Guajakharzpulver darübergeben, mischen und prisenweise verräuchern. Ein warmer würziger Rauch, der alle Liebesangelegenheiten begleitet und die sinnliche, erotische Liebe fördert. Er öffnet das Herz, entspannt und schafft einen geschützten Raum, in dem wir uns Vertrauen und Zuneigung schenken können.

Sonnenräucherung

1 Teil Guajakholz
1 Teil Weihrauch
1 Teil Mastix
1 Teil Myrrhe
1 Teil Copal gold

Weihrauch, Myrrhe, Mastix und Copal gold im Mörser zerkleinern, das Guajakholz darübergeben, mischen und prisenweise verräuchern. Ein kräftig warmer und würziger Rauch, der uns gleich den kräftigen Sonnenstrahlen Energie, Wärme und Kraft gibt. Die Sonne erfüllt unseren Planeten mit Leben, Gefühl und Wärme. Sie ist das Urprinzip, die Einheit allen Seins und sie ist der Mittelpunkt, um den sich alles dreht. Mit einer Sonnenräucherung können wir eine Einheit zwischen der Sonne und uns herstellen und ihre Kraft, Energie und Vitalität aufnehmen.

 

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