Satureja.de
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

 

Das Copyright liegt bei Gabriela Stark, Satureja.de

Nachdruck und kommerzielle Verwendung ist nicht gestattet! Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt.
Eine nichtkommerzielle Verwendung dieser Seite (auch auszugsweise) ist nur mit der Quellenangabe: Copyright Gabriela Stark, www.satureja.de
mit Verlinkung zur Homepage gestattet!

 

Exotischer Rauch aus dem Reich der Jaguarsonne

Geheimnisvoll, dunkel, bitter-süß und voller Mythen und Legenden sind die Pflanzen aus dem Reich der Jaguarsonne. Ihr Rauch verzaubert uns mit seinem exotischen, warmen und sinnlichen Duft und versetzt uns in eine träumerische Stimmung. Gerade jetzt in der nasskalten und dunklen Jahreszeit können die Pflanzen der Jaguarsonne unsere Stimmung aufhellen und unsere Sinnlichkeit und Lebenslust wieder erwecken. Die Mayas und Azteken blickten aber nicht nur auf eine großartige Duft- und Räucherkultur, sondern aus ihrer Welt stammen auch Gewürze, wie Kakao und Vanille und das Aphrodisiakum Damiana.

Sie symbolisieren ein Eintauchen in die Ewigkeit, in eine Welt ohne Zeit und sie geben einen Einblick in die Wurzeln der Menschheit. Noch heute verwenden die mittelamerikanischen Kulturen dieselben Pflanzen zum Heilen und für magische Zwecke. Für uns sind einige dieser Pflanzen, wie Kakao und Vanille tägliche Begleiter geworden, die wir aber nur noch gedankenlos konsumieren. Dabei wurden die Kakaobohnen erst vor 500 Jahren in Europa eingeführt und waren zunächst nur für die Herrscher, Fürsten und Päpste ein Inbegriff für Luxus, Reichtum, Überfluß und Vergnügen, lange bevor sie für den Rest der Menschheit erschwinglich waren.

Die Völker in der präkolumbianischen Zeit besiedelten ganz Südamerika - vom Hochland über das Amazonasgebiet bis in den südlichsten Teil Feuerlands. Ihre Mythen und Geschichten handeln von Göttern und Krafttieren, die die Landschaft schufen, Berge bewohnten, Regen brachten und über die Fruchtbarkeit bestimmten. Sie hatten einen ausgeprägten Ahnenkult und eine hochentwickelte Gold-, Silber- und Textilkunst.

Dabei war ihre Kultur, soweit es bis heute bekannt ist, jahrhundertelang vom Handel und Tausch mit unseren bekannten antiken Welten, wie z.B. Rom oder Griechenland, abgeschnitten. Und trotzdem entwickelte sich auch hier eine ausgeprägte Duft- und Räucherkultur, die zuerst nur für rituelle und religiöse Zeremonien verwendet und später dann auch für persönliche Zwecke benutzt wurde.

Dabei trieben die alten Völker einen ausgedehnten Handel mit ihren Duft- und Räucherwaren, der in ganz Südamerika und bis in den Südwesten der USA reichte. Als Währung benutzte man die Kakaobohnen, die auch als Räucher- und Genussmittel und Parfum dienten. Ebenso wie im alten Rom oder in Griechenland wurden tonnenweise Rohstoffe transportiert, da die blutigen Götter der Azteken oder der Sonnenkult der Mayas Tag und Nacht beräuchert werden mussten.

Erst die Spanier bekamen eine erste Ahnung von den pflanzlichen Schätzen, die aber durch ihre Goldgier überlagert wurde und schließlich im 16. Jahrhundert ganze Kulturen ausrottete. In den präkolumbianischen Kulturen galt das Gold als heilig, es stellte den mythischen Zusammenhang zwischen der Sonne, der Geisterwelt und der Fruchtbarkeit her. Und so weckten die Goldschätze die Phantasie und Gier der spanischen Eroberer.

Dabei spiegelte die Sonne, deren warme und strahlende Kraft den Jaguar symbolisiert, in ihrer Geschichte eine zentrale Rolle. In der Welt der Mayas gab es fünf Sonnen und jede Sonne symbolisierte eine kosmische Welt oder eine kosmische Zeitspanne, die die Schöpfungsgeschichte, Zerstörung der Welt und deren Wiedergeburt spiegelte.

Der Copal

Das Copalharz (Protium copal) war in diesem Sonnenkult der wichtigste Räucherstoff für alle magischen, religiösen und medizinischen Zwecke. Es hatte für die Mayas und Azteken eine ähnliche Bedeutung wie der arabische Weihrauch in der ägyptischen Antike. Im heiligen Buch der Mayas wird erzählt, dass das Copal von der Erdgottheit aus dem Baum des Lebens gepresst wurde. Copal war das himmlische, heilige Harz, welches das Göttliche verkörperte. Es ist der Sonne zugeordnet und wurde dem Gott Quetzalcoatl geopfert. In der rituellen Geheimsprache der Mayas hieß das Harz "pom", was "Gehirn des Himmels" bedeutete. Bei allen großen Ritualen wurden mit Copal der Ort, die Teilnehmer, der Altar und die Opfergaben beräuchert und die Schamanen benutzten es zur Divination und zum Reinigen. Und so heißt es in einem alten Mayatext: Der köstlichste Duft im Zentrum des Himmels ist brennendes Copal.

Aber das Verwirrspiel um das Copalharz ist sehr groß. Denn es gibt viele Baumharze, die auch als Copal verkauft werden, wie das Elemi oder die australische Kaurifichte. Das Copal der Mayas und Azteken stammt von den Bäumen Protium ssp, hinter denen sich verschiedene Protiumarten verbergen, wie Protium copal oder Protium crassipetalium und man unterscheidet drei verschiedene Arten: den Gold-Copal, weißer Copal und schwarzer Copal. Die Legende sagt, dass diese drei verschiedenen Copalharze den Menschen von drei verschiedenen Jaguaren überreicht wurden.

Der Goldcopal verkörpert die warmen Strahlen der Sonne bei ihrem Aufgang. Sein feiner und warmer Rauch öffnet das Herz, stimmt sinnlich und regt die Phantasie an. Der weiße Copal verkörpert den Tageslauf der Sonne. Sein fein-fruchtiger Rauch reinigt, beruhigt und besänftigt in stressigen und hektischen Tagen. Der schwarze Copal verkörpert die Nacht. Sein mystischer und geheimnisvoller Rauch stimmt sinnlich, erdet und besänftigt unsere Sorgen und Ängste.

Die Tonkabohne

Die Tonkabohne (Dipteryx odorata) kennen viele Menschen aus der Gewürz- und Aromaküche. Eigentlich sind die Bohnen aber die Samen des südamerikanischen Tonkabaumes. Sie gilt als Talisman für erfolgreiche und glückliche Begegnungen und für alle Liebesangelegenheiten. Ihr exotischer und sinnlicher Rauch lässt uns unsere erotischen Schwingungen freisetzen und hilft, unsere Sinne wieder wachzurütteln. So lässt sie tief in die Sinnlichkeit eintauchen. Aber sie kann noch mehr, denn Tonka weckt das Gefühl für Vertrautheit und Geborgenheit und gibt uns in vielen schwierigen Situationen das Urvertrauen in uns selbst zurück.

Ihr Rauch schafft eine kuschelige Atmosphäre, die unsere gereizten Nerven besänftigt, beruhigt und hoffnungsvoll stimmt. Dabei können wir in stressigen und hektischen Zeiten innehalten, so dass man zu seinem Arbeitsalltag wieder den nötigen Abstand bekommt. Sie öffnet wieder für die Zärtlichkeit, so dass man sich und seinen Partner verwöhnen kann. Aber sie gibt auch Raum für neue kreative Ideen, Gedanken und Gefühle, aus denen wir neue Lösungen für unsere Probleme schöpfen können.

Der Tolubalsam

Eine weitere Räucherpflanze, die uns in eine träumerische und beflügelnde Stimmung versetzt, ist der Tolubalsam (Myroxylon balsamum). Die Azteken verwendeten ihn für kultische Räucherungen und als begehrte Medizin. So gilt sein Rauch als Heilmittel in Erkältungszeiten, da er schleimlösende und antiseptische Eigenschaften hat und das körpereigene Immunsystem stimuliert. Bereits die Spanier schrieben über seine vielfältigen Heilwirkungen auf den Körper und so gehört er auch heute noch zu den Grundstoffen der Parfumindustrie. Dunkel, warm, süß und geheimnisvoll ist sein Rauch, der unserer Seele wieder ihre Flügel zurückgibt. Er schenkt uns Sinnlichkeit, Zärtlichkeit, Inspiration und Phantasie.

Tolu ist ein Seelenstreichler, der uns hilft, wenn wir seelisch verletzt worden sind. Dann gibt er uns Geborgenheit, Wärme und hilft uns sanft, wieder auf die Beine zu kommen. Seine euphorisierende und stimmungshebende Kraft lassen in stressigen und hektischen Tagen wunderbar abschalten und entspannen. So sorgt er wieder für stimmungsvolle und kuschelige Momente in unserem Leben.

Das Damiana

Die Liebeszauberpflanze, die den Namen eines christlichen Heiligen trägt, ist das Damiana (Turnera aphrodisica). Seinen Namen bekam das Kraut 1699 von einem christlichen Missionar, der sich an die Legende des heiligen Damian erinnerte. Es gehört zu den wichtigsten Heilpflanzen der Mayas, die es bei Erkältungskrankheiten und Asthma verwendeten. Und es wurde als pharmakologisch gut untersuchtes und wirksames Liebesmittel bereits im 19. Jahrhundert als Aphrodisiakum in die amerikanische Arzneiliste aufgenommen. Seine stärkste aphrodisische Wirkung hat das Damiana allerdings als Tee aufgebrüht. Da es die Durchblutung des Unterleibs fördert, stark krampflösend ist und so auch hemmende Vorstellungen und Gedanken auflösen kann.

Aber verräuchert gehört es zu den bewusstseinserweiternden Pflanzen, die sehr euphorisierend wirken können. Damiana ist ein sogenanntes "legal high" und wird als legaler Marihuana-Ersatz verwendet. Mit seinem warmen und süßen Rauch kann man wunderbar an stressigen Tagen entspannen, schwierige Situationen gelassener meistern und immer wieder kehrende störende Gedanken loslassen.

Damiana gehört aber auch zu den Charismapflanzen. Dies sind Pflanzen, mit denen wir ein selbstbewussteres Auftreten erlangen können. In alten Kräuteraufzeichnungen ist hier oft die Rede von den "Diplomatenmitteln". So soll ein Diplomat sympathisch wirken, seine Angelegenheiten geschickt vertreten können und in Verhandlungen Selbstbeherrschung und Geduld mitbringen. Mit dem Damiana kann man seine Nervosität vor wichtigen Terminen oder Bewerbungsgesprächen abbauen, da es eine stark entkrampfende Wirkung hat und Unsicherheiten mit mehr Lässigkeit und Humor überspielen lässt.

Der Perubalsam

Der Perubalsam (Myroxylon balsamum Harms var. Pereiae) duftet fein nach Vanille und Kakao und bei der Raumparfumierung bleibt sein Rauch sehr lange in den Räumen haften. Er wird sehr gern zur Räucherkegelherstellung verwendet, da er die anderen Räucherpflanzen gut bindet. Man sagt, er ziehe Wohlstand und Glück an, weshalb viele Glücksräucherungen ihn als wichtigste Räucherzutat haben. Zudem schafft er eine liebevolle Atmosphäre und hilft so bei seelischen Verletzungen. Er beruhigt und harmonisiert in stressigen und hektischen Tagen. Dabei fördert er auch unsere Kreativität, Phantasie und lässt wieder Träumen. Die Mayas nutzten seinen Rauch aber auch als Hilfe bei Erkältungskrankheiten.

Die Boldoblätter

Die Boldoblätter (Peumus boldus Mol.) stammen aus den Hochebenen Chiles und sind in Lateinamerika ein wichtiges Heilmittel und Gewürz. Sie ergeben einen aromatischen frischen Rauch, der nach Zitrone, Minze und Kampher duftet. Dieser hat eine sehr stimulierende Wirkung, öffnet unseren Geist, schärft die Sinne und lässt uns wieder mehr auf unsere Intuition hören. Dabei gibt er uns neue Perspektiven, wenn wir nicht mehr weiter wissen und lässt unseren Lebensweg wieder spüren. Aber auch für Hausräucherungen können die Boldoblätter genutzt werden, da sie eine sehr reinigende Wirkung haben.

Und so können wir mit den Räucherpflanzen aus dem Reich der Jaguarsonne unserer Seele Flügel verleihen, Träumen und in stressigen und hektischen Zeiten abschalten und entspannen. Dabei schenkt uns ihr Rauch Phantasie und Inspiration für viele neue kreative Ideen und lässt uns unser Potential entdecken und leben. Aber ihr geheimnisvoller und exotischer Rauch hellt gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit unsere Seele auf und entfacht unser inneres Feuer. So können sich wunderbare phantasievolle Welten auftun, die wie wunderschöne Lotusblüten auf einem See unsere Sinne anregen. Denn im Lotusteich der Erinnerungen liegen alle unsere Möglichkeiten verborgen!

 

Zurück zur Räucherpflanzenthemen Übersicht

Alraunelinie

Die südamerikanischen Pflanzen im Satureja-Shop

Räuchermischung Jaguarsonne 10 g

Copal weiß 10 g

Copal weiß 20 g

Copal schwarz 10 g

Copal schwarz 20 g

Tonkabohnen 15 Stück

Tolubalsam 20 g

Damiana 20 g

Perubalsam 10 ml

Boldoblätter 20 g