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Löwenzahnwurzel - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name     
Taraxum officinalis
Familie                          
Asteraceae - Korbblütler

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, Cholin (im Frühjahr bis zu 18 %), Zucker, Inulin, Flavonoide, Vitamine und Mineralien wie Kalzium, Natrium, Kieselsäure, Schwefel und Kalium

Über den Wohlgeruch

Wer kennt nicht die Pusteblume, die kleine Kinder immer wieder verzaubert? Dabei blüht der Löwenzahn nur im Frühjahr und Herbst. Wenn es länger als zwölf Stunden hell ist, hört er mit dem Blühen auf. An sonnigen Tagen öffnet der Löwenzahn seine Blüte am frühen Morgen, wenn es aber regnet bleibt die Blüte den ganzen Tag geschlossen.

Leider wird der Löwenzahn immer noch als Unkraut bezeichnet. Dabei bringen seine Wurzeln Nährstoffe und Spurenelemente aus den Tiefen des Bodens nach oben. Diese Stoffe kommen auch den umliegenden Pflanzen zugute. Löwenzahn ist nicht nur eine Bienenpflanze, sondern die Wurzel zieht auch junge Regenwürmer in ihren Bann.

Der Volksmund kennt über 500 verschiedene Bezeichnungen für ihn und somit ist er die Pflanze, mit den meisten verschiedenen Namen.

Von der Heilwirkung des Löwenzahns

Löwenzahn hat blutreinigende Inhaltsstoffe. Er belebt den Körper, verbessert die Darmtätigkeit, regt Leber, Galle, Nieren und Blase an. Seine Blätter enthalten viel Vitamin C. Er ist seit langem als Heilmittel bei Leber- und Gallestörungen, Leberstauungen, Hepatitis, Schwellungen und entzündlichen Vorgängen der Galle bekannt.

Das ganze Jahr über kann man den Löwenzahn als Tee verwenden. Um die ganze Palette an Wirkstoffen zu nutzen, sollte man Blüten, Blätter und Wurzeln mischen. Man sammelt hauptsächlich im Frühjahr die Blätter und Blüten, trocknet sie und zerkleinert sie dann. Die Wurzel gräbt man im Herbst aus, reinigt sie und zerschneidet sie der Länge nach, fädelt sie auf einen Faden und hängt sie an einen luftigen, aber trockenen Ort zum Trocknen auf. Danach wird sie kleingeschnitten und dem Blätter-Blütengemisch beigefügt. Für eine Tasse Tee übergießt man 2 TL mit kochendem Wasser, lässt ihn ziehen und seiht ihn ab. Für eine Teekur trinkt man täglich 3 Tassen, 4 – 6 Wochen lang. Danach mindestens 4 Wochen aussetzen.

Löwenzahn ist in der Wildkräuterküche unübertroffen. Früher wurde er auch als Honig- und Kaffeeersatz verwendet. Außerdem war er Bestandteil des Bieres. Erst mit dem Reinheitsgebot fanden auch Löwenzahnzusätze ihr Ende.

Im Ayurveda, der Heilkunde Indiens, kennt man den Löwenzahn (Kukraundha oder Kanphool) als entgiftendes Mittel. Hier wächst er im Himalaya und anderen Bergregionen. Und in China ist er immer noch ein offizielles Heilmittel bei Harnwegsinfektionen.

Löwenzahnwurzel zum Räuchern

Verräuchert wird die zerkleinerte Wurzel, die einen krautig-herben Rauch entwickelt. Als Sonnenpflanze zieht sie sanft aus seelischen Tieflagen und hilft in dunklen Zeiten, wenn die Sonne fehlt, um unsere Seele und Herz zu erwärmen.

Mit ihr kann man entspannen und loslassen und in Meditationen unsere inneren Impulse, die uns antreiben, kennen und verstehen lernen. Wenn unsere Gedanken abschweifen zentriert sie uns und hat die außergewöhnliche Fähigkeit, die Zeit anzuhalten, wenn wir das Gefühl haben, dass die Stunden wie Minuten verrinnen.

Als starker Atmosphärenreiniger klärt und energetisiert sie Räume, da ihr Rauch stark die Luft reinigt und eine klare Atmosphäre schafft. Dabei gilt die Löwenzahnwurzel als starke Schutzpflanze, die keine negativen Energien duldet. Mit den Löwenzahnwurzeln kann man die Räume nicht nur reinigen, sondern auch segnen.

In einer Ahnenräucherung ist sie sehr geeignet, um unseren Schmerz zu bewältigen. Wenn wir mit dem Verstorbenen sehr eng verbunden waren, können wir in einer Räucherung die schönen Gefühle und Erinnerungen noch einmal erleben und mit dem aufsteigenden Rauch loslassen und Abschied nehmen. In frühren Zeiten diente der aufsteigende Rauch als Brücke zum Jenseits und man stellte sich vor, wie die Seele über den Rauch in das Licht kommt.

Astrologische Zuordnung

Löwenzahnwurzeln gehören zu den Räucherpflanzen des Jupiters. Sie unterstützen unser individuelles Wachstum und ist der Antrieb, der uns Vorwärtskommen lässt und zu Höchstleistungen antreibt. Jupiter ist das Symbol für das immerwährende Weitergehen und Vorwärtsstreben nach neuen Idealen, Veränderung, neuen Erkenntnissen und den Glauben an das Positive. Nur so können wir unser Leben ständig verändern und eine bessere Zukunft erlangen. Eine Jupiterräucherung kann dazu beitragen, dass wir neue Erkenntnisse gewinnen, aus altem und verhaftetem ausbrechen können und unser Leben so leben können, wie wir das gerne möchten.

Sie sind dem Schützen zugeordnet. Menschen dieses Zeichens sind spontan, extrovertiert, grosszügig, impulsiv, aktiv, selbstbewusst und freiheitsliebend. Sie brauchen Visionen, Ideale und Menschen, die ihre Begeisterung und Motivation teilen, um dabei weiter zu wachsen. Dabei geben sie ihr Wissen gerne großzügig an andere Menschen weiter, ohne jedoch, die Meinung oder Weltanschauung des Einzelnen in Frage zu stellen. Und so kann eine Schützeräucherung dazu beitragen, dass wir zu unserer Meinung und Weltanschauung stehen, unsere Visionen in der Realität manifestieren und grosszügig über zu eng gefasste Meinungen hinweg sehen können.

Rituelle Anwendung

Die Indianer Nordamerikas rauchten die getrockneten Blätter bei schamanischen Ritualen. Der Löwenzahn gelangte über das Saatgut der Siedler in die neue Welt, ebenso wie andere europäischen Ackerunkräuter. Die Indianer nannten diese Pflanzen die “Fussstapfen des weißen Mannes”.

In der Nacht vor Allerheiligen (Samhain) wurde er für Weissagungen und Totenbeschwörungen verräuchert. Hier war er eine starke Schutzpflanze, die vor Hexen, bösen Geistern und Dämonen schützte.

Nach altem Hexenglauben erfüllte sich jeder Wunsch, wenn man sich den Körper mit Löwenzahn abrieb. Im Liebeszauber galt er als Pflanze der Venus. Wer sich mit Löwenzahnmilch wusch, sollte anderen Menschen gegenüber schön und aphrodisisch wirken.

Er symbolisiert das Leben, Sterben und die Vergänglichkeit. In der christlichen Mythologie steht er für die Ausbreitung der christlichen Lehre. Der Löwenzahn ist eine “Marienpflanze”, die die Zeichen der “Jungfernzeugung” trägt, da er sich ohne Staubbeutel und Narben fortpflanzen kann.

Aber auch als Warzenkraut wurde er benutzt. Man grub die Wurzel am dritten Tag des abnehmenden Mondes aus und betupfte die Warze mit der austretenden Milch. So sollte die Warze, wie der abnehmende Mond vom Himmel, verschwinden.

Räuchermischungen für die Seele

Samhain

1 Teil Löwenzahnwurzel
1 Teil Wermut
1 Teil Weihrauch
1 Teil Johanniskraut
1 Teil Propolis

Weihrauch im Mörser zerkleinern, Löwenzahn und Propolis mit einem Messer zerkleinern, Wermut und Johanniskraut zwischen den Handflächen zerreiben, alles mischen und prisenweise verräuchern. Ein sonniger Rauch, der die bösen Geister und Dämonen fernhält und uns in unser innerstes Zentrum bringt, in dem man in die Zukunft erkennen kann. Aber er ist auch dazu geeigneet, die Ahnen zu befragen und Rat von ihnen einzuholen.

Die vollständige Beschreibung der Räuchermischung finden Sie hier!

Das Thema Samhain können Sie in meinem Artikel “Samhain - Die Pflanzen der Ahnen” aus der Mittelalterzeitschrift Miroque vertiefen!

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