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Pfeffer - Ätherisches Öl und Anwendung

Botanischer Name     
Piper nigrum
Familie                          
Piperaceae - Pfeffergewächse
Duftprofil                      
würzig, warm, scharf, pfeffrig
Note                              
Kopf-/Herznote
Element                       
Feuer / Feuer

Inhaltsstoffe

50 % Monoterpene, 40 % Sesquiterpene, Monoterpenole, Sesquiterpenole, Phenylether, Aldehyde, Ketone und Oxide.

Gewinnung

Wasserdampf-Destillation der Früchte. Aus 500 kg der nicht ganz reifen, ungeschälten Pfefferkörner gewinnt man 1 kg ätherisches Öl.

Der echte oder schwarze Pfeffer ist eine tropische Kletterpflanze, die wildwachsend bis zu 15 m lang wird. Seine etwa erbsengroße Früchte  hängen an einem langen Fruchtstand. Pfeffer ist eines der bekanntesten Gewürze der Welt.

Schwarzer Pfeffer entsteht aus den unreifen grünen Beeren, die man vor dem Trocknen mehrere Tage fermentieren lässt. Der weiße Pfeffer stammt von den vollreifen roten Beeren, die nach dem Ernten in Wasser eingeweicht werden, damit sich das Fruchtfleisch besser entfernen lässt. Die freiglegten weißen Steinkerne werden danach getrocknet. Der grüne Pfeffer wird unreif geerntet. Der Duft des grünen Pfeffers ist frischer und leicht fruchtiger, als der des schwarzen Pfeffers. Der rosa oder rote Pfeffer (Schinus molle) gehört zu einer komplett anderen Pflanzenfamilie, der Anacardiaceae .

Duftthema

“Geh doch hin, wo der Pfeffer wächst!” Ein Ausspruch, der oft und gerne getan wird, um jemanden, der uns lästig ist, zu vertreiben. Es ist aber auch ein Ausspruch, den wir uns zu Herzen nehmen sollten, denn der Pfeffer wächst an tropischen und exotischen Orten. Eigentlich da, wo wir gern wären, an blauen Lagunen mit Palmen und viel Sonne. Diese tropischen Gebiete haben auch einen Namen: Madagaskar, Indien, Brasilien und Malaysia! Der Pfeffer ist der König und eines der ältesten Gewürze der Welt. In seiner Geschichte wurde er zeitweise sogar mit Gold aufgewogen und seinetwegen sind auch Kriege geführt worden. Er regt die Sinne an, gibt Sinnlichkeit und lässt die Liebeslust neu entfachen, die ja bekanntlich nicht nur durch den Magen geht. Mit Pfeffer kommt das exotische Dufterleben ins Haus, das nicht nur in der Aromaküche zu überzeugen weiß.

Wirkweisen des ätherischen Pfefferöles

Körperliche Wirkung

Der Hauptinhaltsstoff des Pfefferöles sind die Monoterpene, die starke Hautreize setzen und in hoher Dosierung Hautirritationen auslösen können. Daher sollte bei empfindlicher Haut das Pfefferöl immer mit Lavendel fein gemischt werden. Er wird gering dosiert, 1 Tropfen in einer Mischung mit 50 ml Basisöl sind ausreichend.

Dank seiner antibakteriellen, schleimlösenden und antiviralen Eigenschaften ist der Pfeffer ein geeignetes Öl in Erkältungs- und Grippezeiten. Mit einem Tropfen in einer Erkältungsmischung beugt er kalten Füßen und ständigem Frieren vor und lindert die Gliederschmerzen.

Auf den Körper wirkt er stimulierend, stärkend, belebend, erwärmend, durchblutungsfördernd und kann den Blutdruck erhöhen. Seine schmerzstillende, erwärmende und antirheumatische Wirkung entfaltet er sehr gut in Mischungen bei Muskelkater, -schmerzen oder auch zur Muskelerwärmung vor dem Sport. Auch hier genügt es 1 Tropfen Pfeffer in eine Mischung mit 50 ml Basisöl zu geben.

Pfeffer schwarz ist seit altersher ein sehr anregendes und stimulierendes Liebeszauberöl in aphrodisischen Mischungen. Sanft wirkt er nicht, dafür bringt er schwungvoll Körper, Seele und Geist in Fahrt. Er wird hauptsächlich zur Erweckung der Manneskraft gebraucht und gilt in der rosa Szene als Geheimtipp. Dabei bringt er durch seine Ausstrahlung Kraft und Ausdauer zum Ausdruck, wie die Helden der Sagenwelt.

Seelische Wirkung

Pfeffer stärkt die Widerstandskraft, fördert das Selbstvertrauen, richtet stark auf und gibt wieder Lebensfreude und –kraft. Die Nordrenalinproduktion kann angeregt werden. Nordrenalin ist ein chemischer Botenstoff (Neurotransmitter), der aktiviert, stimuliert und Körper und Geist anregt. Ein Absinken des Nordrenalinspiegels führt zu Antriebsschwäche, Trägheit und Abwehrschwäche. Pfefferöl kann auch die Dopaminproduktion fördern. Dopamin ist ein chemischer Botenstoff, der mobilisiert, das seelische Gleichgewicht wiederbringt und sanft aus seelischen Tieflagen zieht.

Wenn man sich mutlos, einsam und verlassen fühlt, löst er sanft alle Ängste auf. Bei einem Neuanfang, der meist mit dem Neuem und Unbekannten einhergeht, gibt er Selbstvertrauen und Mut.

Menschen, die innerlich durchfroren sind oder die unter menschlicher Kälte leiden, gibt Pfeffer Wärme, Mut und Energie. Aber auch introvertierte, schüchterne und schnell verletzbare Menschen profitieren von seiner Wirkung, da er sie wieder kraftvoll auf die Beine stellt, den Rücken stärkt und Selbstvertrauen gibt.

Pfeffer besitzt eine ausgeprägte Wirkung auf das Gehirn, den wichtigsten Teil des zentralen Nervensystems. Er regt bei mentaler Erschöpfung an, fördert die Konzentration und hilft bei Gedächtnisschwäche.

Spirituelle Wirkung

Pfeffer regt die Tätigkeit des Geistes an, fördert die Konzentration und bringt neue Energien. Wer müde ist und noch meditieren möchte, kann sich mit Pfefferöl neu zentrieren. Blockaden lösen sich auf und der Energiefluss wird intensiviert.

Aromaölmischungen zum Wohlfühlen

Duftlampe

Verbindet sich gut mit Blüten-, Harz- und Holzölen, Limette, Grapefruit, Koriander, Cardamom, Vanille, Lavendel fein und Tonka.

Liebeszauber

1 Tropfen Pfeffer schwarz (Piper nigrum)
1 Tropfen Orangenblüten Absolue (Citrus aurantium ssp. aurantium)
1 Tropfen Vanille 30 % (Vanilla planifolia)
2 Tropfen Weihrauch arabisch (Boswellia sacra)

Bäder

Shalimar

1 Tropfen Pfeffer schwarz (Piper nigrum)
2 Tropfen Koriandersamen (Coriandrum sativum)
1 Tropfen Jasmin (Jasminum grandiflorum)
2 Tropfen Sandelholz (Santalum album)
in ½ Becher Sahne emulgieren und ins Badewasser geben.

Körper- und Massageöle

Casanova

1 Tropfen Cardamom (Elettaria cardamomum)
1 Tropfen Pfeffer schwarz (Piper nigrum)
1 Tropfen Ylang Ylang (Cananga odorata)
1 Tropfen Tonkaextrakt (Dipteryx odorata)
2 Tropfen Sandelholz (Santalum album)
in 50 ml süßes Mandelöl

Aromaküche

Pfeffer harmoniert mit Angelika, Basilikum, Bay, Cardamom, Honig, Ingwer, Karottensamen, Koriander, Kreuzkümmel, Lemongrass, Majoran, Nelke, Rose, Thymian, Vanille, Zimt und allen Zitrusölen.

Er passt zu Eintöpfen, Suppen, Salaten, Gemüse-, Fleisch-, Geflügel-, Curry- und Fischgerichten, Saucen, Marinaden und Erdbeeren.

Zum Abschmecken nimmt man 1 Tropfen Pfefferöl in Sahne (oder saure Sahne, Oliven- oder Sonnenblumenöl) emulgiert dies und gibt es dann an die Speisen. Sehr vorsichtig dosieren!

Pfeffer gibt an die Speisen seinen Geschmack, aber nicht die Schärfe ab. Denn der für die Schärfe verantwortliche Inhaltsstoff Piperin ist im ätherischen Öl nicht enthalten.

Man kann aber auch ein Würzöl herstellen, welches man Eßlöffelweise oder zum Marinieren nehmen kann.

Asiatisches Würzöl

2 Tropfen Ingwer (Zingiber officinale)
1 Tropfen Limette (Citrus medica)
1 Tropfen Koriander (Coriandrum sativum)
1 Tropfen Pfeffer grün (Piper nigrum)
1 Tropfen Lemongrass (Cmybopogon flexuosus)
in 50 ml Sesamöl

Für die asiatische Küche. Würzöle sollten ca. vier Wochen ruhen bevor man sie verwendet, damit sich die Aromen gut verbinden.

 

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