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Pfefferminze - Ätherisches Öl und Anwendung

Botanischer Name     
Mentha piperata
Familie                          
Labiatae - Lippenblütler
Duftprofil                      
strahlend, frisch, kühl, aktiv, stechend
Note                              
Kopfnote
Element                       
Luft / Feuer

Inhaltsstoffe

45 - 50 % Monoterpenole, 25 - 30 % Ketone,  Monoterpene, Sesquiterpene, Sesquiterpenole und Ester.

Gewinnung

Wasserdampf-Destillation der Blätter. Aus 100 kg leicht angetrockneten Krautes gewinnt man 1 kg ätherisches Öl. Als Nebenprodukt gewinnt man das Pfefferminzhydrolat.

Duftthema

Der Name Minze geht auf das griechische minthe oder mintha zurück (lat. Mentha) und meint in der von Ovid übermittelten Sage die Nymphe Mintha, die von der eifersüchtigen Proserpina, Gattin des Hades, in diese Pflanze verwandelt wurde. Wenn wir morgens nicht aus dem Bett kommen, uns an unseren Arbeitsplatz hangeln und uns fragen, wie wir den langen Tag wohl seelisch überstehen werden, dann ist die Pfefferminze ein großer Helfer. In solchen Situationen erfrischt und muntert sie uns schnell auf und lässt Müdigkeit und Lethargie verfliegen. So gestärkt können wir gut konzentriert unseren Tätigkeiten nachgehen. Und in Erkältungszeiten macht sie uns gleichzeitig dann auch noch die Nase frei. Ebenso lässt sie viele Gedanken auf den Punkt bringen, die vorher ungeordnet und chaotisch waren. Aber Vorsicht: Die Sinnlichkeit bleibt auf der Strecke und die Vernunft regiert!

Vorsicht

Nicht bei Kindern unter sechs Jahren anwenden, da stark ketonhaltig. Nicht in Pfefferminze baden - es vermittelt überstarke Kältereize. In der klassischen Homöopathie gilt Pfefferminze als Antidot.
Verwenden Sie Pfefferminze nicht abends, denn sie kann Schlaflosigkeit hervorrufen. Bei fortgesetztem Gebrauch über längere Zeit kann es zu Störungen des Schlafrhythmus kommen.
Schwanger sollten keine innerlichen Einnahmen vornehmen, hier hilft es, 1 - 2 Tropfen Pfefferminzöl auf ein Taschentuch zu geben und daran zu schnuppern.

Wirkweisen des ätherischen Pfefferminzöles

Körperliche Wirkung

Der Hauptinhaltsstoff der Pfefferminze sind die Monoterpenole. Monoterpenolhaltige Öle sind sehr hautfreundlich und seelisch sanft aufrichtend. Ihr wichtigster Bestandteil ist das Menthol; Menthol findet sich isoliert in vielen pharmazeutischen Produkten, aber mit den übrigen in der Pflanze vorhandenen Stoffen ist es am effizientesten. Kommerziell wird es zur aromatischen Aufbesserung von Zahnpasten und etlichen Medikamenten, sowie natürlich auch die Bonbonherstellung benutzt.

Wie der Lavendel fein gehört auch die Pfefferminze in die ätherische Haus- und Reiseapotheke. Sie hilft schnell bei Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und Übelkeit.

Die Pfefferminze ist aufgrund ihrer krampflösenden Eigenschaften ein gutes Mittel bei Verdauungsbeschwerden und Durchfall. Diese lindert man durch eine Bauchmassagemischung mit 5 Tropfen Pfefferminze und 5 Tropfen Lavendel fein in 50 ml Basisöl (das auf Reisen auch durch Olivenöl ersetzt werden kann). Bei Kindern (ab dem 7. Lebensjahr) nimmt man die Hälfte der ätherischen Öle. Eine Bauchmassage regt die Durchblutung und die Darmtätigkeit an und löst somit Verkrampfungen.

Um eine Bauchmassage auszuführen, gibt man das Massageöl in die Hände und verteilt es mit beiden Händen gleichmäßig auf dem Bauch. Man massiert mit beiden Händen, sanft kreisend im Uhrzeigersinn.

Bei Erkältungen, wie Schnupfen und Husten stimuliert sie die körpereigenen Abwehrkräfte. Sie kann bei einem Schnupfen die Nase frei machen. Dazu nimmt man 1 Tropfen Pfefferminze auf den Handrücken und nimmt dies mit der Zunge auf. Nachts kann man 1 - 2 Tropfen Pfefferminze aufs Kopfkissen träufeln oder auf den Duftstein geben.

Kalte Umschläge mit Pfefferminze auf Stirn und Schläfen, auch hier am besten unter Zusatz von Lavendel fein, lindern Kopfschmerzen und Migräne (sofern der Duft nicht als unangenehm empfunden wird). Auch hilft 1 Tropfen unverdünntes Pfefferminzöl zwischen den Fingern verreiben und auf Nacken und Schläfen zu geben (Vorsicht: Nicht in die Augen bringen!)

Die Pfefferminze hat sich bei Kreislaufproblemen und Reiseübelkeit bewährt. Hier kann man am Fläschchen riechen, 1 Tropfen unverdünntes Pfefferminzöl zwischen den Fingern zerreiben und mit den Fingerspitzen die Kopfhaut sanft zum Nacken ausstreichen oder 1 - 2 Tropfen auf ein Taschentuch geben und im Auto aufhängen.

Aromatherapeutische Anwendungen und Wirkweisen sind im Forum-Heft “Minzen” (Nr. 11) vom Forum Essenzia nachzulesen. Die Forum-Hefte gibt es direkt bei Forum Essenzia oder im Satureja Shop unter Literatur.

Seelische Wirkung

Im Hippocampus und der Amygdala werden chemische Botenstoffe (Neurotransmitter) gebildet, die gedächtnisstärkende Eigenschaften besitzen. Pfefferminzöl kann hier die Produktion anregen. Mentale Erschöpfung, Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folgen einer zu geringen Produktion.

Bei plötzlichem Schock oder Ohnmacht kann man sie als Riechfläschchen benutzen oder 1 - 2 Tropfen Pfefferminzöl von einem Taschentuch inhalieren.

Sie bringt sanft den Geist auf Touren und unterstützt so, wichtige morgendliche Arbeiten, die man als Abendmensch mitunte nicht so wahrnimmt. In dicker Büroluft oder wichtigen Konferenzen, kühlt sie die Gemüter und lässt neue Energie, Kraft und Kreativität entstehen. Bei lang anhaltenden schwierigen Arbeiten lässt sie klar Denken und gibt Frische.

Spirituelle Wirkung

Wenn wir mit mentalen Aktivitäten steckenbleiben, unser Kopf zu ist oder wir einfach nur die "Nase voll haben", dann kann uns die Pfefferminze den entscheidenden Kick geben. Die Gedanken kommen in Gang und der Kopf wird wieder frei für Inspirationen. Festsitzende Emotionen werden sanft gelöst. Aber auch für Menschen, die in spirituelle Höhen abgedriftet sind und sich nur noch schwer im Alltag zurecht finden, hilft sie den Boden unter den Füßen wieder zu spüren.

Aromaölmischungen zum Wohlfühlen

Duftlampe

Pfefferminze verbindet sich gut mit Cajeput, Grapefruit, Lavendel und Rosmarin.

Zum kreativen Arbeiten

1 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperata)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
1 Tropfen Ylang Ylang komplett (Cananga odorata)
1 Tropfen Sandelholz (Santalum album)

Zur geistigen Erfrischung und für einen klaren Kopf

1 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperata)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
1 Tropfen Iris 1 % (Iris germanica var. florentina)
1 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)

Aromaküche

Pfefferminze lässt sich gut mit Bay, Ingwer, Koriander, Kardamom, Lavendel fein, Lemongrass, Muskatnuss, Nelke, Pfeffer, Rose, Vanille, Zimt und allen Zitrusfrüchten mischen.

Sie passt gut zu Salaten, Gemüsegerichten, Fruchtsalaten, Reisgerichten, Lammgerichten, Saucen und Drinks.

Um Speisen abzuschmecken nimmt man 1 Tropfen Pfefferminzöl in Sahne (oder saurer Sahne, Oliven- oder Sonnenblumenöl) emulgiert dies und gibt dies an das Essen. Sehr vorsichtig dosieren!

 

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Alraunelinie

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