Satureja.de
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

 

Das Copyright liegt bei Gabriela Stark, Satureja.de

Nachdruck und kommerzielle Verwendung ist nicht gestattet! Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt.
Eine nichtkommerzielle Verwendung dieser Seite (auch auszugsweise) ist nur mit der Quellenangabe: Copyright Gabriela Stark, www.satureja.de
mit Verlinkung zur Homepage gestattet!

 

Die Planeten und Räucherpflanzen

Immer noch übt die Astrologie eine unglaubliche Faszination auf die Menschen aus. Es ist das uralte Bedürfnis die menschlichen Handlungsweisen und Charaktereigenschaften in den entsprechenden himmlischen Aspekten zu erkennen, zu studieren und mit ihrer Symbolik Lebenshilfe zu geben. Die Astrologie ist eng verknüpft mit der Mystik und Mythologie der Antike, was sich in den Namen der Sternbilder niederschlägt. Es sind fast nur Geschichten aus der Welt der Götter und die Weisheit, die aus ihnen spricht, ist gleichsam ein kosmischer Ratspruch für uns Menschen.

Den Satz "Wie oben - so unten - wie unten - so oben" kennt eigentlich jeder. Zurück geht er auf den äygptischen Eingeweihten Hermes Trismegistos, der diesen Grundgedanken der Astrologie verfasste. Damit wird ausgedrückt, dass die Erde ein Spiegelbild der himmlischen Kräfte ist und anders herum der Himmel sein Gegenstück auf der Erde wiederfindet. So sind auch die Begriffe des "Mikrokosmos" und des "Makrokosmos" entstanden. Sie vermitteln, dass das Wirken der Gestirne und der Natur - der Makrokosmos - auf die Erde und den Menschen - den Mikrokosmos - einwirken.

Jahrtausendealte Beobachtungen der Gestirne und der Rhythmen des Lebens, das Werden und Vergehen, der Jahreszeiten und die seelischen und körperlichen Erkenntnisse über die Menschen sind in die astrologischen Lehren der Planeten und der Tierkreiszeichen eingeflossen. Symbolisch entspricht das gesamte Sonnensystem dem Menschen. Denn die Planeten verkörpern Teilpersönlichkeiten und einzelne Lebensbereiche des Menschen. Diese Teilaspekte und auch die nicht gelebten Aspekte kann man mit astrologischen Räuchermischungen fördern und ausgleichen.

Aber die Astrologie kennt nur sieben Gestirne: die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, sowie Sonne und Mond. Die später neu entdeckten Planeten Uranus, Neptun und Pluto wurden als höhere Schwingungsebenen den Planeten Merkur, Venus und Mars hinzugefügt. Aus dieser Planetenlehre und dem Wissen über die Tierkreiszeichen entstand die "Astromedizin".

Ihre Ziel ist es, den Menschen ganzheitlich zu behandeln. Also nicht nur die körperlichen Symptome, sondern auch die seelischen und geistigen Ungleichgewichte zu erkennen und heilen. So wurden z.B. die einzelnen Organe des Menschen den Planetenkräften zugeordnet: das Herz der Sonne, das Gehirn dem Mond, die Milz dem Saturn, die Galle dem Mars, die Nieren der Venus, die Lunge dem Merkur und die Leber dem Jupiter. Paracelsus nannte dies das "Ens Naturale" - das Heilen im Einklang mit den Sternen.

Aber nicht nur der Mensch, auch Mineralien, Tiere und die Pflanzen wurden den Planeten und Tierkreiszeichen zugeordnet. Und schon immer waren die Pflanzen das wichtigste Verbindungsglied zwischen Himmel und Erde. Denn sie üben auf die Wahrnehmung des Menschen eine große Kraft aus, die sogar unbewusste Änderungen im menschlichen Verhalten hervorrufen kann.

Agrippa von Nettesheim schreibt in seinen "magischen Werken”, dass die Pflanzen, die einen Bezug zu den Planeten haben, deren Eigenschaften übertragen können, in dem sie die Luft und den Geist damit erfüllen. Astrologen sind der Ansicht, dass das individuell auf einen Menschen abgestimmte Parfum ein Talisman sein kann, der zu seinem Wohlergehen beiträgt und gegen alle Widrigkeiten zu Bestehen hilft.

Aber es ist wichtig zu wissen, dass sich mehrere Planeten in einer Pflanze verkörpern können. Dies trägt immer wieder zur Verwirrung bei. Bestimmte Wachstumsphasen der Pflanze entsprechen den unterschiedlichsten Pflanzensignaturen und bekommen dann auch verschiedene Planetenzuordnungen. So trägt das Johanniskraut aufgrund der gelben Blüten und seiner Heilwirkung die Sonnensignatur, aber da die Samen sich durch den Wind verbreiten, entsprechen sie der Saturnzuordnung.

Die Planeten sind mit den Tierkreiszeichen eng verbunden. Denn die Planeten folgen scheinbar der Sonne von Westen nach Osten, indem sie das Feld der Fixsterne durchlaufen und mit Hilfe der bekannten Sternbilder kann man ihre genaue Position feststellen. Dies erkannten die alten Babylonier und gliederten die Bahn der Planeten in zwölf gleichmäßige Teile. Dies war der Anfang der Tierkreiszeichen. Aber noch mehr, denn sie stellten auch fest, dass die Kraft, Intensität und Ausstrahlung der Planeten sich ständig wandelte, je nachdem in welchem Tierkreiszeichen sich ein Planet gerade befand.

Die Sonne

Die Sonne durchwandert ein Tierkreiszeichen pro Monat und ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Sie ist das Symbol des Lebensspenders und des Samens (vgl. lat. "sol" - männlich), da ohne sie kein Leben möglich wäre. Dabei verkörpert sie unsere individuelle und kraftvolle Seite, das Selbstbewusstein, die Selbstverwirklichung, die Selbsterkenntnis, das Lebenskonzept und den "roten" Faden in unserem Leben. Sie ist die Instanz in uns, die wir als die innere Mitte oder unser bewusstes Ich wahrnehmen. Ihr Element ist das Feuer.

Die Sonne dominiert in manchen Monaten mit Hitze und Dürrezeiten und in manchen Monaten spendet sie nur ein spärliches und trübes Licht; dies spiegelt auch unsere Lebensfreude und-kraft wieder. Dabei führen uns die Sonnenpflanzen wieder in unsere eigene Mitte, in der wir seelische Ausgeglichenheit, Ruhe, Harmonie und inneren Frieden finden können.

Ist unsere Mitte aber müde, schwach und ausgebrannt, so finden wir kein Zentrum mehr, aus dem wir heraus leben können. So passiert es, dass wir uns orientierungslos, unkonzentriert, erschöpft und zerstreut fühlen. Eine Sonnenräucherung gleicht hier einem duftenden Mandala, dass wie ein wunderschöner Kuss diese destruktive Spirale stoppt und uns wieder aufbaut.

Denn um unsere Lebensprozesse zu bestehen, benötigen wir nicht nur Lebenserfahrung, sondern auch Selbsterkenntnis. Nicht umsonst war im antiken Griechenland über dem Eingangstor des berühmten Orakels von Delphi die Worte "Erkenne Dich selbst" eingemeißelt. Und so können die Orakelpflanzen das Tor zur Seele öffnen und in andere Bewusstseinsebenen leiten. Sie verschärfen die Sinneswahrnehmung, können die Traumfähigkeit verstärken und so zu neuen Erkenntnissen verhelfen. Wer mehr über die Sonnenpflanzen erfahren möchte, findet viele guten Informationen im Buch "Heilmittel der Sonne" von Olaf Rippe und Margret Madejsky und im Duftthema "Licht- und Sonnenpflanzen" bei den ätherischen Ölen.

Pflanzen, die die Sonnensignatur tragen, haben meist gelbe bis rote Blüten oder Pflanzensäfte, sonnenhafte Blatt- und Blütenformen, Blüten, die sich mit der Sonne öffnen und schließen oder sich im Tagesverlauf nach der Sonne ausrichten. Man findet sie meist an sonnigen und trockenen Plätzen. Und so gehören nicht nur sehr stimmungsaufhellende Pflanzen dazu, wie z.B. das Johanniskraut, sondern auch die Orakelpflanzen, wie der Lorbeer mit dem wir tief in das Innerste unserer Seele schauen können.

Räucherpflanzen, mit denen wir die Sonne ins Haus holen können, sind z.B. Angelikawurzel, Arnikablüten, Beifuss, Galgantwurzel, Johanniskraut, Kampher, Königskerzenblüten, Mistel, Lorbeer, Propolis, Myrrhe, Rosenblüten, Rosmarin, Salbei, Sternanis, Wacholderbeere, Weihrauch und Zimt. Und Bernstein als Vertreter der Edelsteine.

Der Mond

Der Mond durchwandert den gesamten Tierkreis in nur 28 Tagen und keiner verkörpert das hermetische Gesetz "wie oben - so unten" wie er. Er ist das Symbol der großen Mutter, der Mondin (vgl. lat. "Luna" - Weiblich), die unsere dunklen und unbewussten Seiten beherrscht. Ebenso verkörpert er unseren Instinkt, die Intuition, die magischen und geheimnisvollen Seiten unseres Lebens und das innere Kind in uns. Sein Element ist die Erde.

Die Mondphasen, wie Voll- oder Neumond, zu- oder abnehmender Mond beeinflussen nicht nur die Rhythmen der Natur, sondern auch unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Dabei beeinflusst er vor allem unsere Gefühle, Stimmungen und unser "Bauchgehirn". Denn meist hören wir in wichtigen Situationen nur auf das, was uns unser Verstand mitteilt und lassen unsere Gefühle außen vor, da sie vermeintlich unsere Ratio vernebeln können.

Aber stimmt unser Kopf nicht mit unserem Bauch überein, plagen uns oft unbestimmte Ängste, ob der nächste Schritt auch der wirklich Richtige ist. Und so können wir mit einer Mondräucherung intensiver in uns "hinein lauschen" und unsere innere Stimme wahrnehmen, so bekommen wir oft eine Ahnung davon, wie sich bestimmte Situationen entwicklen.

Mondpflanzen gehören zu den Traumpflanzen. Träume sind der Schlüssel zum Unterbewusstsein. Unsere Erfahrungen, die glücklichen Momente, die wir erlebt haben, aber auch unsere tiefsten Ängste spiegeln sich in unseren Träumen. Jeder von uns träumt nachts, aber die Erinnerung daran geht morgens meist wieder verloren. Nach dem Aufwachen erinnern wir uns oft an nichts mehr. Aber manchmal kann man auch nicht einschlafen. Stress, Hektik, Angst und Kummer verhindern dann überhaupt erst in den Schlaf zu kommen oder durchzuschlafen. Vielleicht kann hier die eine oder andere Traumpflanze dazu verhelfen, in den Schlaf zu kommen und die Bilder ins Gedächtnis zurückholen.

So gehört der Baldrian zu den Pflanzen, die Alpträume besänftigen können. Die Mondwurz oder das Elfenkraut, wie der Baldrian auch genannt wird, schützt viele Menschen vor dem “Dämon der Schlaflosigkeit”. Aber auch wenn in der Nacht alte Wunden der Seele aufbrechen und die Alpträume kommen, hilft das Elfenkraut diese zu besänftigen.

Pflanzen, die die Mondsignatur tragen, haben meist weiße Blüten, silbrig behaarte Blätter, die Blütezeit ist in den Abendstunden. Hierzu gehören ebenso die Pflanzen, die erst abends ihren Duft verströmen, in denen Schleimstoffe und Milchsäfte fließen, die große Samenstände haben und es sind die Pflanzen, die meist in den Feuchtgebieten wachsen.

Räucherpflanzen, die die Mondaspekte unterstützen, sind z.B. Augentrost, Baldrianwurzel, Eisenkraut, Frauenmantel, Holunderblüten, Iriswurzel, Jasminblüten, Kalmuswurzel, Mädesüßblüten, Mohnblüten, Patchouliblätter und Tormentillwurzel.

Der Merkur

Der Merkur steht uns am nächsten und umläuft am schnellsten die Sonne in nur 87 Tagen. Er ist das Symbol für den Verstand, die Vernunft, den Intellekt und die Logik. Damit verkörpert er das Denken, Kommunzieren mit anderen und das Lernen von neuen Fähigkeiten. Nicht umsonst war Merkur in der griechischen Mythologie der Götterbote, der Botschaften zwischen den Göttern und Menschen vermittelte. Sein Element ist die Luft.

Damit fördert er unsere logischen und analytischen Fähigkeiten, lässt uns unvoreingenommen auf Menschen und Situationen zugehen und fördert die zwischenmenschliche Kommunikation. Dies ist sehr wichtig, denn auch die Aspekte der Sympathie und Antipathie gehören zu Merkur. Merkurräucherungen helfen vor allem denjenigen Menschen, die nicht gerade zu den Schüchternen gehören und andere Leute häufig durch ihr Auftreten überfahren können.

Sie finden die nötige Toleranz anderen Mitmenschen gegenüber und können so die Motive und Mentalität des Anderen verstehen, so dass man aufeinander eingehen kann. Aber auch die Schüchternen profitieren davon, denn sie bekommen durch Merkur die nötige Initiative sich einzubringen und selbstbewusster aufzutreten. Ebenso gibt er Menschen, die zu allem "Ja" sagen, obwohl sie doch "Nein" meinen, die Kraft, Situationen zu erkennen, in denen sie ausgenutzt werden.

Mit den Merkurpflanzen können wir auch unseren mündlichen und schriftlichen Ausdruck verbessern, unsere Neugier und Inspiration fördern und konzentriertes und geistiges Arbeiten unterstützen. Gerade in wichtigen Arbeitsprozessen bauen sie die Selbstzweifel ab, die uns immer wieder befallen und stärken die Entscheidungsfähigkeit. Darum haben sie sich auch in Prüfungszeiten bewährt.

Pflanzen, die die Merkursignatur tragen, haben blassblaue bis violette Blüten, wechselnde Blütenfarben oder Schirmblüten, eine schlanke Gestalt, Blätter, die an Flügel erinnern, kletternde und rankende Pflanzen, Samen, die mit dem Wind in die Erde gelangen und es sind oftmals Pflanzen, die am Wegrand wachsen.

Räucherpflanzen, die die Merkuraspekte unterstützen, sind z.B. Aloe, Dammar, Eisenkraut, Hopfendrüsen, Fichtenharz, Lavendelblüten, Pfefferminze, Muskatnuss, Myrtenblätter, Salbei, Ysop und Zeder.

Die Venus

Die Venus ist der hellste Stern am Himmel und hat eine Umlaufzeit um die Sonne von 225 Tagen. Sie ist das Symbol der Liebe, der Harmonie und das erotische weibliche Prinzip. Damit verkörpert sie die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Erotik und das Eintauchen in die Sinnlichkeit. Die mythologische Verkörperung findet sie in der Verkörperung der Venus und Aphrodite. Ihr Name bedeutet "Schaumgeborene" und sie ist der Göttin der lustvollen Liebe. Ihr Element ist das Wasser.

Sie unterstützt unseren Sinn für Ästhetik, Schönheit und Harmonie und trägt dazu bei, dass wir wieder genießen, unsere Sinnlichkeit erleben und mehr Nähe zu anderen Menschen zulassen oder unserem Partner wieder näher kommen. Venus ist das ewig Weibliche, Erotische und Verführerische in uns und entspricht dem Aspekt in uns, der sich nach Beziehungen und Gemeinsamkeiten sehnt.

So sind Venusräucherungen sinnlich, anregend und aphrodisierend. Sie lassen über die Sinnlichkeit das Göttliche erfahren. Denn unsere Sinnlichkeit und Erotik ist auch ein Weg, um uns selbst zu begegnen und zu erfahren. Wir brauchen unsere Sinne, um zu leben, aufzunehmen, was um uns herum vorgeht und um zu lieben; uns selbst, unseren Partner, unsere Kinder und die Schöpfung. Und so bringen die Venuspflanzen wieder Sinnlichkeit in unser Leben. Sie öffnen nicht nur für die sinnliche Liebe, sondern auch für das Erleben der eigenen Sinnlichkeit, aus der sich unsere innersten Kräfte und vor allem unser Selbstbewusstsein wieder aufbaut. Hingabe, Vertrauen und eine entspannte Körperlichkeit können sich so entwickeln.

Mit den Venuspflanzen können wir unser Charisma verbessern. Denn charismatische Fähigkeiten sind selten angeboren, meist werden sie nur durch jahrelange Übung entwickelt. Und wer unsicher ist, ist in vielen Teilen seines Lebens im Nachteil. Und so sorgen sie für eine gewisse Lässigkeit, Humor und Selbstsicherheit, um die Klippen des Lebens sicher und entspannt zu meistern.

Pflanzen, die die Venussignatur tragen, haben rosafarbene oder bunte Blüten, harmonische Blatt- und Blütenformen, feine Blütendüfte, üppige Blüten- oder Fruchtbildung, süßen Geschmack und man findet sie in sanften, fruchtbaren und harmonischen Landschaften.

Räucherpflanzen, die die Venusaspekte unterstützen, sind Benzoe Siam, Cardamom, Damiana, Frauenmantel, Labdanum, Moschuskörner, Muskatnuss, Nelke, Rosenblüten, Sandelholz, Thymian und Tonkabohne.

Der Mars

Der Mars umläuft die Sonne in fast zwei Jahren und ist der erste Planet außerhalb der Erdumlaufbahn. Er ist das Symbol des Kriegers, Herausforderers und Verteidigers. Mars steht für die Männlichkeit, physische Kraft, Initiative, Konfrontation und den unbändigen Willens und ist somit der Gegenpol und die Ergänzung zur Venus. In der griechischen Mythologie ist Ares/Mars der Kriegsgott der Geliebte der Aphrodite/Venus. Sein Element ist das Feuer.

Mars gibt uns Selbstvertrauen, Widerstandskraft, Willensstärke und Aggressivität. Er unterstützt unsere aktive, handlungsfreudige und energische Seite mit der wir wirkungsvoll Hindernisse in unserem Leben aus dem Weg räumen, Dynamik und Vitalität gewinnen und er lässt unseren Blick nach vorn richten. Dabei stärkt Mars unsere Abenteuerlust und bringt Bewegung in eingefahrene Wege und Beziehungen. Er ist das aktive Planetenelement, mit dem wir unsere Lebensaufgabe verwirklichen, Entscheidungen treffen, durchsetzen und dabei weder Auseinandersetzung noch Konfrontation scheuen.

Und so vermittelt eine Marsräucherung uns Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Durchsetzungskraft, Mut und Zuversicht. Unser Urteilsvermögen wird gestärkt und wir finden zu unserem inneren Kraftzentrum. In Situationen, wo wir mitunter chaotisch oder unüberlegt Handeln, verhilft er uns, zu mehr geistiger Klarheit, Ruhe und Kraft. Aber auch in Prozessen, wo es uns an Dynamik fehlt, lässt er uns Triebkräfte entwickeln, so dass wir über unseren Schatten und den selbstgesetzten Rahmen springen können.

Dabei gibt er besonders den schüchternen Menschen die nötige Initiative, um sich einzubringen und selbstbewusster aufzutreten. Ebenso hilft er Menschen, die mutlos und verängstigt vor wichtigen Situationen stehen und nur schwer Entscheidungen treffen können. Eigene Ideen können durchgesetzt und Entscheidungen schnell getroffen werden. Dabei lösen die Marspflanzen die Selbstzweifel an unseren Fähigkeiten auf, schützen uns aber gleichzeitig auch vor der Selbstüberschätzung, die uns in Schwierigkeiten bringen kann und zentrieren unsere Gedanken auf unsere Stärken und unser Können.

Pflanzen, die die Marssignatur tragen, haben roten Blüten, Blätter, Früchte, es sind auch rotfärbende Pflanzen, sie tragen Dornen, Stacheln oder Brennhaare, ihr Geschmack ist feurig und scharf, sie sind hautreizend und man findet sie meist an sehr sonnigen und heißen Plätzen.

Räucherpflanzen, die die Marsaspekte unterstützen, sind Brennnessel, Drachenblut, Galgantwurzel, Eisenkraut, Guajakholz, Fichtenharz, Mädesüß, Pinienharz, Rose, Rosmarin und Wacholder.

Der Jupiter

Jupiter ist der größte Planet in unserem Sonnensystem und benötigt für seinen Umlauf um die Sonne fast 12 Jahre. Er ist das Symbol für das immerwährende Weitergehen und Vorwärtsstreben nach neuen Idealen, Veränderung und neuen Erkenntnissen und den Glauben an das Positive. Und so gibt er uns den Blick für die Spiritualität und hebt uns über die Normalität des Alltags heraus. Sein Element ist die Luft.

Jupiter unterstützt unser individuelles Wachstum und ist der Antrieb, der uns Vorwärtskommen lässt und zu Höchstleistungen antreibt. Nur so können wir unser Leben ständig verändern und eine bessere Zukunft erlangen. Er ist der Optimist in uns, der das Leben genießen will und manchmal auch in Maßlosigkeit übersprudelt. Doch er strebt auch nach Überblick und Ganzheit und sieht die Möglichkeiten in der Zukunft; er vertraut und hat Ideale und Vorstellungen.

Aber Jupiterpflanzen schenken uns auch Zufriedenheit, Ruhe und Harmonie und lassen die glücklichen Momente in unserem Leben wieder aufleben. Denn wahres Glück finden wir nicht in der materiellen Welt, sondern es lebt aus uns heraus. Und so geben sie das Gefühl für Vertrautheit, Geborgenheit, Sicherheit und geben uns das Urvertrauen in uns selbst zurück.

Pflanzen, die die Jupitersignatur tragen, haben gelbe bis safrangelbe Blüten, sind gelbfärbende Pflanzen, haben meist vierzählige Blüten und Blätter, sind majestätische Gewächse, die oft verholzen, ein sehr hartes Holz haben oder zähe, ledrige Blätter, es sind die Laubbäume und Pflanzen mit essbaren Früchten, ihr Geschmack ist meist bitter, würzig oder trocken und sie bevorzugen warme und trockene Standorte.

Räucherpflanzen, die die Jupitersignatur tragen, sind Adlerholz, Angelikawurzel, Copal, Copaivabalsam, Eisenkraut, Galbanum, Lorbeer, Löwenzahn, Mastix, Tausendgüldenkraut, Tormentillwurzel, Ysop und Zeder.

Der Saturn

Der Saturn umläuft die Sonne in ca. 28 - 30 Jahren und seine Besonderheit sind seine Ringe. Er ist das Symbol für die Regeln und Gesetze, die das Miteinander bestimmen, aber auch die innere Distanz, mit der wir uns Grenzen setzen und Struktur und Disziplin verlangen. Ebenso symbolisiert er die dunkle Seite unserer Persönlichkeit, die Transformation des Bewusstseins, die Initiation und den Tod. In der Mythologie entspricht er der Verkörperung der Unterwelt, dem Hades und den Totenkulten. Heute spricht man diese mythischen Aspekte dem Planeten Pluto zu. Sein Element ist die Erde.

Saturn unterstützt unser Sicherheitsdenken, Disziplin, Perfektion, Kritikfähigkeit und ist somit unser "Rückgrat". Er gibt die Gesetze und Regeln vor und bringt uns dadurch ein Stück Sicherheit und Stabilität in unser Leben. Verantwortung zu übernehmen und auf unsere Lebensziele hinzuarbeiten ist seine Aufforderung.

Eine Saturnräucherung kann dazu beitragen, dass wir unsere Perfektionsansprüche abbauen, Pflicht und Verantwortung als Teil unseres Lebens akzeptieren, aber auch unsere Blockaden erkennen. Ebenso können wir die Fähigkeit erlangen Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Dadurch finden wir den Mut, die Kraft und die Klarheit, um uns unangenehmen Erkenntnissen und Situationen zu stellen. So gelangen wir zu neuen Einsichten und können alte Muster loslassen. Erst dann können wir unser Leben besser verstehen und zukünftige Projekte mit neuem Schwung angehen.

Gleichzeitig sind sie auch die Räucherpflanzen, die unser Bewusstsein erweitern. Sie unterstützen uns mit Visionen, Intuition und geben Einblick in eine "andere" Welt. Mit ihnen greifen wir den Aspekt des mythischen Todes - des Initiationstodes auf. Es ist eine Reise in die tiefste Finsternis an deren Ende der Lichtblick steht. Solche Erkenntnisse beinhalten alle Geheimnisse dieser Welt. Sie führen uns zurück, zu unseren Wurzeln, ganz tief in uns, um uns zu stärken, unsere Fähigkeiten zu erkennen und diese zu leben.

Dabei geben sie uns Selbstvertrauen in die Mysterien des Lebens und Erkenntnisse über uns selbst. Und so begleiten die bewusstseinserweiternden Pflanzen Initationen, Einweihungen und schamansiche Riten. Dabei steht die Todeserfahrung der eigenen Person im Vordergrund. Diese Angst ist die Erfahrung, mit dem Nicht-Sein konfrontiert zu werden. Man fühlt die Angst, wenn man im Paradoxon von Freiheit, Unendlichkeit und der Endlichkeit gefangen ist.

Pflanzen, die die Saturnsignatur tragen, sind immergrüne und langlebige Pflanzen, sie haben graue bis schwarze Rinden oder Früchte, eine düstere Ausstrahlung und dunkle Farben, blühend oder fruchtend sind sie im Winter, sie haben dreizählige Blätter, Blüten, Früchte oder Stacheln, einen unangenehmen und bitteren Geschmack, oft auch eine giftige Wirkung und sie finden sich an düsteren und lichtarmen Orten.

Räucherpflanzen, die die Saturnsignatur tragen, sind die bewusstseinserweiternden und giftigen Pflanzen, wie z.B. Alraune, Bilsenkraut und Fliegenpilz. Aber auch Copal, Damiana, Holunder, Steppenbeifuss, Fichtenharz, Kampher, Mistel, Mohnblüte, Myrrhe, Pinienharz, Wacholderbeere, Weihrauch und Wermut.

Die neuen Planeten wurden erst später entdeckt, also lange nach Bestehen des alten Systems und wurden der astrologischen Bedeutung nach und nach zugefügt. Uranus wurde 1781 entdeckt und verkörpert die Spontanität. Er gilt als höhere Schwingung des Merkur. Neptun entdeckte man 1846, er symbolisiert den mystischen Teil in uns und gilt als höhere Schwingung der Venus. Pluto wurde erst 1930 entdeckt und er verkörpert die polaren Gegensätze, wie Licht und Finsternis, Macht und Ohnmacht oder Geburt und Tod. Er gilt als höhere Schwingung des Mars. Seinen mythischen Ansatz, dass er mit der Unterwelt, dem Hades gleich zu setzen ist, hat man vom Saturn abgetrennt und zu Pluto hin übernommen.

Mit den neuen Planeten verlassen wir das alte System und gehen einen neuen Weg. Der Astrologe und Magier Aleister Crowley hat dazu folgendes verfasst: "In alter Zeit, mit sieben Planeten am Himmel, verkehrte der Mensch mit den Göttern und Naturwesen wie mit seinesgleichen. Dann kam der Fall in das Weltsystem des haßerfüllten Eingottes. Das finstere Mittelalter endet erst jetzt, im Zeitalter der neuen Planeten, die der Mensch als Manifestation einer neuen Zeit entdeckt hat. Über die neuen Planeten ist wieder eine Beziehung zum Übernatürlichen möglich. Wir sind dabei in das Zeitalter des Lichts und der Gnade einzutreten, allerdings muss jeder selbst entscheiden, welchen Weg er gehen will."

 

Zurück zur Räucherpflanzenthemen Übersicht

Alraunelinie