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Rosmarin - Ätherisches Öl und Anwendung

Botanischer Name      
Rosmarinus officinalis Chemotyp Borneon
Rosmarinus officinalis Chemotyp 1,8 Cineol
Rosmarinus officinalis Chemotyp Verbenon
Familie                           
Labiatae - Lippenblütler
Duftprofil                       
kühl, klar, frisch, aktiv, kräuterartig
Note                               
Kopfnote
Element                        
Feuer / Erde

Inhaltsstoffe

Chemotyp Borneon
45 % Monoterpene, bis 30 % Ketone, bis 18 % Oxide, Sesquiterpene, Monoterpenole, Ester und Phenole

Chemotyp 1,8 Cineol
45 % Oxide, 30 % Monoterpene, Sesquiterpene, Monoterpenole, Phenole, Ketone und Ester

Chemotyp Verbenon
50 % Monoterpene, 15 % Ketone, Monoterpenole, Sesquiterpene, Ester und Oxide 

Gewinnung

Wasserdampf-Destillation des Krautes. Aus etwa 80 kg des blühenden Krautes gewinnt man 1 kg ätherisches Öl. Als Nebenprodukt gewinnt man das Rosmarinhydrolat.

Über die Räucherpflanze Rosmarin lese Sie in der Enzyklopädie der Räucherpflanzen.

Duftthema

Rosmarin gehört zu den ältesten Kräuter- und Räucherpflanzen. Sein Name kommt von dem lateinischen Wort "ros maris", was "Tau des Meeres" bedeutet. Denn die Römer glaubten, dass sein würziger Duft durch den Tau des Meeres kommt. Aber nicht nur poetisches lässt sich über ihn berichten. Als alte Liebespflanze war er der Göttin Aphrodite geweiht und im Mittelalter galt er als starke Schutzpflanze, die negative Energien bannen konnte. Und noch um die Jahrhundertwende wurden seine luftverbessernden und desinfizierenden Kräfte zusammen mit Wacholder genutzt, um Krankenhäuser wirkungsvoll zu desinfizieren. Sein warmer und würziger Duft vermittelt uns Energie und Kraft und weckt die kämpferischen Kräfte in uns. Immer wenn wir Selbstvertrauen und Mut brauchen, um unsere Ansichten zu vertreten oder uns in schwierigen Situationen behaupten müssen, vermittelt er uns die Duftbotschaft: "Du schaffst und kannst das!"

Wirkweisen des ätherischen Rosmarinöles

Körperliche Wirkung

Die Hauptinhaltsstoffe des Rosmarins Borneon und Verbenon sind die Monoterpene und die Monoterpenketone. Stark monoterpenhaltige Öle setzen starke Hautreize und können in hoher Dosierung Hautirritationen auslösen. Durch den hohen Monoterpenketonanteil wird er nur gering dosiert, 1 - 2 Tropfen sind in einer Mischung mit 50 ml Basisöl ausreichend. Bei empfindlicher Haut sollte er in Mischungen mit anderen ätherischen Ölen (am Besten in Verbindung mit Lavendel fein) verwendet werden.

Der Hauptinhaltsstoff des Rosmarin 1,8 Cineol sind die Oxide. Oxide sind in geringer Dosierung haut- und schleimhautfreundlich und haben belebende Wirkung.

Zur Vorbeugung von Erkältungs- und in Grippezeiten stärkt er die Abwehrkräfte. Bei Husten und Bronchitis ist er ein guter Zusatz in einer Erkältungsmischung. Rosmarin Cineol ist hier am Wirkungsvollsten, da er entzündungshemmend, keimtötend, schleimlösend, antibakteriell und entkrampfend wirkt.

Dank seiner durchblutungsfördernden und schmerzlindernden Wirkung kann man ihn in Mischungen bei Muskelkater, -verspannungen und rheumatischen Beschwerden geben.

Rosmarin Chemotyp Borneon wirkt von allen ätherischen Ölen am Stärksten auf niedrigen Blutdruck ein. So ist er eine Hilfe bei Kreislaufproblemen oder wenn man als “Morgenmuffel” den Tag nur schwer beginnen kann.

Rosmarin ist bekannt als Haut- und Haarpflegemittel. Im echten Kölnisch Wasser ist er enthalten und einer der wichtigsten Bestandteile des sog. Ungarnwasser. Zur Spülung dunkler Haare findet er ebenso Verwendung, wie bei Kopfmassagen, die bei fetter Kopfhaut mit Schuppenbildung und Haarausfall besonders hilfreich sind.

Ein schöner Wellnessduft ist Rosmarin für Saunabesuche. Hier gibt man 1 - 2 Tropfen ätherisches Öl auf eine Kelle für das Aufgußwasser. Saunabesuche eignen sich sehr zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten, da sie die Abwehrkräfte stärken.

Seelische Wirkung

Der Hauptanwendungsbereich des Rosmarins liegt im seelischen Bereich. Die Widerstandskraft wird gestärkt, das Selbstvertrauen gefördert, er richtet stark auf und gibt wieder Lebensfreude und -kraft. Die Nordrenalinproduktion kann angeregt werden. Nordrenalin ist ein chemischer Botenstoff (Neurotransmitter), der aktiviert, stimuliert und Körper und Geist anregt. Ein Absinken des Nordrenalinspiegels führt zu Antriebsschwäche, Trägheit und Abwehrschwäche.

Rosmarinöl kann auch die Dopaminproduktion fördern. Dopamin ist ein chemischer Botenstoff, der mobilisiert, das seelische Gleichgewicht wiederbringt und sanft aus seelischen Tieflagen zieht.

Rosmarin stärkt den Rücken, Selbstvertrauen, Kreativität und hilft bei der Wiederherstellung des körperlichen und seelischen Gleichgewichts. Die Willens- und Widerstandskraft, das Durchhaltevermögen und die Konzentrationsfähigkeit in stressigen und hektischen Zeiten werden gestärkt.

Bei mentaler Erschöpfung erfrischt Rosmarin in Verbindung mit Lavendel fein und lässt durchatmen, zentriert und gibt Energie.

Rosmarin hat seit altersher den Ruf unser Gehirn zur Höchstleistung anzuregen und das Gedächtnis zu stärken. So können wir den Rosmarin gut dazu benutzen um für Prüfungen zu lernen. Dazu gibt man 2 Tropfen Rosmarin in die Duftlampe oder auf ein Taschentuch, wenn man lernt und zur Prüfung nimmt man dann ein Taschentuch mit 2 Tropfen Rosmarin mit. Durch den Duft kann man sehr gut sich wieder an das Gelernte erinnern.

Spirituelle Wirkung

Im Mittelalter diente Rosmarin als Mittel um aus Orten oder Menschen böse Geister auszutreiben. Dazu wurden trockene Zweige des Krautes verbrannt. Man kann auch eine Woche lang eine Duftlampe mit Rosmarin (nicht mehr als 3 Tropfen hinein geben) in dem Raum aufstellen, wo sich die negativen Energien am Stärksten bemerkbar machen. Dies macht ihn zu einem starken Schutzöl.

Rosmarin wird dem Stirnchakra zugeschrieben. Er kann die Verbindung zu den höheren geistigen Ebenen herstellen und unsere Einsicht in spirituelle Wahrheiten vertiefen. Rosmarin soll auch die Hellsichtigkeit fördern.

Mit Rosmarin kann man auch Blockaden lösen, wie wir verdrängt oder nicht akzeptiert haben. Der Duft kann uns die Kraft geben, notwendige Schritte zu gehen - auch wenn sie manchmal nicht leicht fallen.

Rosmarin soll auch Verbindungen zu Elfen und anderen Elementarwesen herstellen.

Aromaölmischungen zum Wohlfühlen

Duftlampe

Verbindet sich gut mit Zitrusölen, Manuka, Linaloeholz, RosenholzWiesenkönigin, Ysop, Pfeffer, Koniferenölen, Pfefferminze, Douglasie sowie Lemongras.

Burning Out

1 Tropfen Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
2 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
1 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
1 Tropfen Linaloeholz (Bursera delpechiana)

Bäder

Yin Tao

1 Tropfen Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
1 Tropfen Ingwer (Zingiber officinalis)
2 Tropfen Palmarosa (Cymbopogon martinii)
2 Tropfen Rosenholz (Aniba rosaeodora)
in 1/2 Becher Sahne emulgieren und ins Badewasser geben

Körper- und Massageöle

Silberregen

1 Tropfen Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
2 Tropfen Limette (Citrus medica)
1 Tropfen Koriandersamen (Coriandrum sativum)
1 Tropfen Ylang Ylang komplett (Cananga odorata)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
in 50 ml Jojobaöl

Aromaküche

Rosmarinöl kann auch gut in der Küche verwendet werden. Zum Abschmecken von Speisen kann man 1 Tropfen Rosmarin in Sahne (oder saure Sahne, Oliven- oder Sonnenblumenöl) emulgieren und dies an das Essen geben.

Eine besonders schöne Note ergibt sich bei Würzölen. Würzöle werden in fettem Öl gemischt und können so eßlöffelweise an die Speisen gegeben werden. Wichtig: Die Würzöle sollten mindestens 4 Wochen reifen, damit sich ihr Aroma entfalten kann.

Italienisches Würzöl

2 Tr. Bergamotte
4 Tr. Mandarine rot
2 Tr. Rosmarin
1 Tr. Thymian
in 50 ml Olivenöl

 

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