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Samhain - Geistertreiben und Ahnenkult

Halloween erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Jung und Alt. Wir verkleiden uns und feiern mit traditionellen Kürbisgerichten, neuem Wein und vielen weiteren typischen Herbstspezialitäten gruselige Partys. Die Kinder ziehen von Haus zu Haus mit dem Spruch "Süßes sonst gibts Saures". Am Morgen danach gedenken wir den Verstorbenen, da der 1. November als "Allerheiligen" in die Kirchengeschichte eingegangen ist.

Ein Totenfest - das wir erst mit viel gruseligem Zubehör und Spaß begehen, während der Tag danach mit viel Stille und Innehalten verbunden ist. Denn so ganz können wir unsere jahrtausendealte Tradition des Totengedenken nicht abschütteln. Aber nicht nur das, im November beginnt die dunkle, kalte und vor allem nebelige Jahreszeit. Die Bäume haben meist ihre Blätter schon abgeworfen und stehen kahl und wie ausgestorben in der Landschaft und nur wenige Menschen können den morgendlichen Nebelschwaden, die eine unglaublich morbide Atmosphäre schaffen, etwas abgewinnen.

Wir flüchten uns ins Haus und hängen unseren seelischen Tieflagen nach, wenn sich die Sonne kaum noch zeigt und die Stürme ums Haus jagen. Wir trauern dem Licht und der Wärme nach und sehnen uns nach dem Frühling und Neubeginn des Lebens. Aber der Verlust der Sonne ist nur scheinbar, denn alles was schwindet hat die Kraft zur Wiederkehr und auch das Ende ist nur scheinbar, denn alles was "stirbt" wird auch wieder "neu" geboren.

Diese Zeit des Übergangs und des Wechsels vom Licht in das Dunkle wurde mit von unseren keltischen Vorfahren mit dem Samainfest begangen. So schreibt Wolf-Dieter Storl in seinem Buch "Pflanzen der Kelten" (Seite 145): "Zum "Vollmond des Jägers" feiert der schwarz Gott Samain den Antritt seiner Herrschaft. Er erlegt den Sonnenhirsch, raubt dessen Gattin, die Vegetationsgöttin und verschleppt sie in sein unterirdisches Reich (In der christlichen Ikonografie verwandelt sich der Heidengott Samain, der Jäger, in den heiligen Hubertus, der mit dem Sonnen- oder Christushirsch konfrontiert wird und dessen Tag der 03. November ist). Dort herrscht sie nun als Totengöttin, hütet die Seelen Verstorbener, die schlafenden Pflanzen und Tiere und erscheint den Hellsichtigen als altes Weib, das im dürren und entblätterten Wald neunerlei Holz sammelt."

Die keltische Totengöttin hat eine dunkle und eine helle Seite. Wer sie dunkel wahrnimmt, der ist vom Pech verfolgt oder dem Tode verfallen und wer sie von ihrer hellen Seite wahrnimmt, der erfährt Glück, Schutz und Geborgenheit. So hat sie in vielen Legenden, Sagen und Märchen ihren Platz, das bekannteste ist übrigens "Frau Holle" von den Brüder Grimm. Im Grunde wacht sie im Kreislauf von Tod und Wiedergeburt über diejenigen, die gestorben und zurück auf dem Weg ins Leben sind. Die Kelten verehrten die dunkle Mutter auch als die Göttin, die das Leben bringt. Und gerade zu dieser Zeit waren Geburt und Tod eng miteinander verknüpft.

Im Zuge der Christianisierung wurde aus dem keltischen Totenfest "Samain" der christliche Totengedenktag "Allerheiligen", den wir am 1. November eines Jahres begehen. Auch heute noch ist Allerheiligen eine Zeit der Aussprache, der Versöhnung und viele von uns spüren den Drang, bestimmte Dinge endlich loszulassen und Platz für Neues zu schaffen. Man gedenkt heute wie früher den Verstorbenen und man bat um Versöhnung, um alte Dinge, die noch offen waren, zu bereinigen.

In der Geschichte des Keltentums, die die beiden Autoren Francoise Le Roux und Christian-J. Guyonvarc'h in ihrem Buch "Die Druiden" so wunderbar beschreiben (Seite 323) heißt es: "Samain und Beltane sind die beiden Pole des keltischen Jahres, welches zwischen Licht und Finsternis geteilt ist, wie es für eine Vorstellung der Zeit nur natürlich ist, die sich auf nordische Ursprünge beruft. Zu Samain sterben Götter und Helden und finden alle mythischen und epischen Schlachten statt. Alle wichtigen Ereignisse konzentrieren sich hier und die gesamte Zeit ist hier resümierend verdichtet. So, dass alles Übernatürliche sich überstürzt und jederzeit bereit ist, in die menschliche Welt einzufallen."

Daher sagt man auch, dass sich die Grenzen zwischen unserer realen Welt und der Anderswelt aufheben. Zum Ausdruck kommt dies zu Halloween, wenn die Kinder sich mit Masken als Geister, Hexen und Tote verkleiden und Schabernack treiben, sofern sie keine Süßigkeiten geschenkt bekommen. Und so kann man in dieser magischen Nacht mit seinen Ahnen in Kontakt kommen, man kann orakeln und um Rat fragen und Zugang zu Naturgeistern, Devas und Engeln finden. Aber diese Nacht steht auch symbolisch für die Schattenseiten des eigenen Ichs.

Es ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit und die Konfrontation mit dem Tod. Gerade im November findet ein Rückzug zu den inneren Werten, die Wahrnehmung der Seelenbilder und ein Innehalten der Zeit statt. Die Stille und die Melancholie, die die trüben Novembertage bieten, geben uns die Chance unser Potenzial und unsere Kreativität zu erkennen. Denn wenn wir uns in der Stille wahrnehmen und begegnen, können wir die innersten Kräfte unserer Seele erkennen und ins Licht transformieren. So können wir neue Ziele definieren, Ängste überwinden und neue Hoffnung schöpfen.

Einige Räucherpflanzen sind hier ganz besondere Begleiter, da sie nicht nur die Sonne ins Herzen holen, sondern auch bei Ahnenräucherungen eine sehr gute Zutat sind. Mit einer Ahnenräucherung können wir von einem Verstorbenen Abschied nehmen und mit ihm unseren Frieden machen, wenn z.B. Dinge ungesagt blieben. Denn der aufsteigende Rauch galt schon immer als Brücke zum Jenseits und man stellte sich vor, wie die Seele über den Rauch in das Licht kommt. Aber gerade bei der Ahnenräucherung sollten Sie sich Zeit nehmen, damit die innere Aussprache nicht zu kurz kommt.

Durch eine innere Aussprache mit dem Verstorbenen können wir unsere Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen, schöne Erinnerungen aufleben lassen und sogar ungelöste Konflikte positiv beenden oder um Vergebung bitten und diese Gedanken dem aufsteigenden Rauch übergeben.

So schreibt Fred Wollner in seinem Buch "Duftender Rauch für die Seele" (Seite 59): "Es geht eben nicht in erster Linie darum, dass wir magische Kräfte in und um uns entfachen, sondern vielmehr um unsere innere Entwicklung und Reife. Den Rauch unserer Räucherwerke können wir bei unseren Gebeten als Türöffner, als Verstärker, Wegweiser oder Leiter verstehen, um in andere Seinswelten vorzudringen. Gleichzeitig hält uns ein Räucherwerk auch immer einen Spiegel vor und erinnert uns daran, wo wir gerade stehen, damit wir nicht allzu selbstgefällig werden."

Der Löwenzahn

Eine Ahnenpflanze ist der Löwenzahn (Taraxum officinalis). In der Nacht vor Allerheiligen (Samhain) wurde er für Weissagungen und Totenbeschwörungen verräuchert, denn er symbolisiert das Leben, Sterben und die Vergänglichkeit. In der christlichen Mythologie steht er für die Ausbreitung der christlichen Lehre. Der Löwenzahn ist eine Marienpflanze, die die Zeichen der "Jungfernzeugung" trägt, da er sich ohne Staubbeutel und Narben fortpflanzen kann. Als Sonnenpflanze zieht er sanft aus seelischen Tieflagen und hilft in dunklen Zeiten, wenn die Sonne fehlt, um unsere Sonne und unser Herz zu erwärmen.

Der Wermut

Wermut (Artemisia Absinthum) versetzt uns in eine euphorische und träumerische Stimmung, die uns sanft aus seelischen Tieflagen ziehen kann. Dabei klärt er die Emotionen und sensibilisiert den Geist, so dass wir unsere Situation ohne Urteil und Schuldgefühle betrachten können. So lässt er als kleiner Seelenbalsam Trost, Zuversicht, aber auch Tatkraft und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten finden.

Da er eine bewusstseinserweiternde Räucherpflanze ist, hat Wermut eine besondere Wirkung auf den Geist. Sein Rauch unterstützt die Intuition, Klarheit und Einsicht in viele Begebenheiten und kann Visionen fördern. Gerade für Ahnenbefragungen kann man ihn sehr gut verwenden.

Der Weihrauch

Eine Räucherung mit Weihrauch (Boswellia sacra) ist immer sinnvoll um Altes und Vergangenes zu klären. In einer Ahnenräucherung ist Weihrauch wunderbar geeignet, um unseren inneren Frieden mit uns und dem Menschen der gehen musste zu schließen. Belastende Situationen, die wir mit einem Verstorbenen durchlebt haben, können wir verzeihen und loslassen. Aber auch um Abschied zu nehmen und um unsere Trauer und Gefühle zu bewältigen ist er geeignet.

Gerade eine Weihrauchräucherung ergibt einen lichtvollen Rauch, der uns sanft aus seelischen Tieflagen zieht und Mut, Tatkraft und Energie gibt. So können wir viele Situationen annehmen, wie sie sind und auch den positiven Sinn widriger Umstände erfahren und begreifen. Er kann unsere Intuition vertiefen und unser altes inneres Wissen ins Bewusstsein bringen und in Visionen neue Möglichkeiten aufzeigen.

Das Johanniskraut

Eine der ausführlichsten Beschreibungen des Johanniskrautes (Hypericum perforatum) hat Paracelsus verfasst. Für ihn war es ein Universalmittel und er verwendete es bei Depression, Melancholie und Hysterie. Johanniskraut trägt die Signatur einer Sonnenpflanze, die ihr Licht in die dunkelsten Winkel unserer Seele trägt. Es ist das Sonnendoping für die Seele, das unsere Stimmung aufhellt, die Lebensfreude zurückbringt und die dunklen Wolken vertreibt.

In einer Ahnenräucherung verhilft es uns dazu, unsere innere Stimme deutlicher wahrzunehmen, unsere Intuition zu stärken und einen positiven Weg aus vielen verschlungenen Pfaden und verborgenen Konflikten zu nehmen.

Die Mistel

Die Mistel (Viscum album) gilt als Fruchtbarkeits- und Todessymbol. Sie ist die magische Pflanze, die die Pforten der Unterwelt öffnet und mit deren Hilfe man die Schwelle zum Jenseits überschreiten kann. Eine ganz besondere Rolle spielt die Mistel im Ahnenkult. Seit vielen Tausenden von Jahren werden immergrüne Pflanzen als Botschafter verwendet. Es sind die Mysterienpflanzen der Wintersonne, die symbolisieren, dass das Leben nicht endet, sondern ewig währt. Daher wird sie auch bei Ahnenräucherungen verwendet. Wenn wir mit unseren Ahnen in Verbindung treten möchten, weil vieles noch ungesagt geblieben ist oder wir um Beistand bitten, ist die Mistel ein sehr spiritueller Helfer.

Die Iriswurzel

Die Iriswurzel (Iris germanica var. florentina) gehört zu den feinstofflichen Räucherpflanzen, mit denen wir seelische Blockaden auflösen können. Beim letzten Gang eines Menschen verhilft sie zu einem besseren Begleiten und Verstehen. Man lernt geschehen zu lassen, was nicht aufzuhalten ist. Iris kann sowohl die Angehörigen als auch den Sterbenden so stark machen, dass sie ebenso loslassen und geschehen lassen können. Somit ist sie tröstend für die, die zurückbleiben müssen und hilft denen, die gehen wollen, den Weg des Übergangs zu finden.

Dabei spiegelt sie den Prozess des Menschwerdens wieder. Immer, wenn uns die Worte für eine bestimmte Situation fehlen, macht uns ihr Rauch Mut, vor allem in Grenzsituationen. So können wir uns wieder öffnen, uns selbst und andere annehmen und unsere eigenen Grenzen überschreiten. So hilft sie uns, ein seelisches Ungleichgewicht zu harmonisieren und alte Verletzungen aufzulösen. In einer Ahnenräucherung ist die Iriswurzel sehr geeignet, um unseren Schmerz zu bewältigen.

Leben und Sterben, das Auseinandersetzen mit der eigenen Vergänglichkeit, der Rückblick in die Vergangenheit und der Ausblick in die Zukunft, das alles können wir in diesen Tagen empfinden. Viele Menschen sind in diesen Novembertagen depressiv, melancholisch oder traurig, sie vermissen die Sonne, das Leben und die Lebendigkeit. Meist vergisst man diese Gefühle in einigen Wochen wieder, wenn viele Lichter in der Dunkelheit den Advent ankünden und die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest auf Touren kommen. Dann bleibt keine Zeit mehr für eine Rückbesinnung.

Nutzen wir diese Tage zum Innehalten und Atem holen, zum Kraft schöpfen und zur Rückbesinnung auf unsere Wurzeln, die bei unseren Vorfahren liegen. Viele Familientraditionen liegen darin begründet und haben ihren Ursprung vor vielen Jahrzehnten gefunden. Werden wir uns dieser Wurzeln bewusst, können wir ihren Sinn erfassen und uns vom Geist der Ahnen beflügeln oder befreien, je nachdem wie wir heute dazu stehen. Vieles in uns trägt die Botschaft unserer Familie, die wir mit einer Ahnenrückschau definieren können und viele Räucherpflanzen helfen uns dabei, zu unseren spirituellen Werten zu finden.

 

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