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Keltische Licht- und Sonnendüfte

Duftthema Januar/Februar 2003

 

Der Himmel trägt deine Seele,
Die Erde trägt dein Ebenbild,
Die Tiefe hütet dein Geheimnis
(Sonnenhymne an Osiris)

In vielen antiken Kulturen und alten vergangenen Welten war die Sonne der Mittelpunkt des Lebens. Aus ihrem Licht und Wärme entstand all das Leben. Ihr Lauf durch Tag, Monat und Jahr lässt alles in ihrem Rhythmus erscheinen. Gerade auf unserer nördlichen Halbkugel ist dieser Sonnenumlauf besonders prägend. So haben wir große Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit, Wärme und Kälte und den Zeitspannen, die wir Frühling, Sommer, Herbst und Winter nennen.

Unsere Vorfahren, die Kelten, kannten unseren Kalender noch nicht. Sie orientierten sich am Mondrhythmus und den Sonnenwenden. Ihre Feste, wie Samain (Allerheiligen, Halloween), die Wintersonnenwende und die Rauhnächte, Beltane (1. Mai) und natürlich die Sommersonnenwende werden heute wieder neu entdeckt. So leben viele alte Bräuche und vergessene Traditionen wieder auf und wir besinnen uns auf unsere kulturellen Wurzeln. Dabei entdecken wir auch den Rhythmus der Jahreszeiten und viele Pflanzen und Düfte, die uns durch den Sonnenlauf begleiten und diesen begreifbar werden lassen.

Die Signaturenlehre

In diesem Duftthema möchte ich Ihnen ganz besondere Pflanzen vorstellen, die wie die Sonne selbst sind und Licht und Wärme in die Dunkelheit bringen. Aber was zeichnet eine Pflanze als Sonnenpflanze aus? Unsere Vorfahren prägten den Begriff der Signaturen. Die Signaturenlehre ist so alt wie die Menschheit, aber kein Labor oder Analytiker kann damit etwas anfangen. Es ist eine sinnlich und intuitive Lehre, die bestimmte Pflanzen mit ihren Heilkräften in Verbindung bringt mit Astrologie, Heilkunde und altüberlieferten Sichtweisen.

Die Sonnensignatur

So haben Sonnenpflanzen meist gelbe bis rote Blüten oder Pflanzensäfte, sonnenhafte Blatt- und Blütenformen, Blüten, sie sich mit der Sonne öffnen und schließen oder sich im Tagesverlauf nach der Sonne ausrichten und man findet sie meist an sonnigen und trockenen Plätzen. Solche Sonnenpflanzen hellen unsere Stimmung in düsteren Zeiten auf und sind einfach ein schöner Balsam für die Seele, Geist und Körper. Gerade, wenn sich in der jetzigen Jahreszeit die Sonne mal wieder über Tage und Wochen nicht blicken lässt oder in bestimmten Regionen monatelang der Winter herrscht, dann verdunkelt sich meist auch unser inneres Licht und das innere Feuer erlischt. So sind dann unsere Abwehrkräfte geschwächt, seelische Tieflagen lassen nicht lange auf sich warten und die Erschöpfung macht sich breit.

Es entstehen Erkältungen, die ja bekanntlich Krankheiten aus der Kälte sind und wir brauchen dann dringend Wärme um unser inneres Licht und Feuer wieder zu entfachen. Denn die Sonne spiegelt auch unsere Lebenskraft und -freude wieder und so zieht es viele Menschen in ein fernes Urlaubsland oder in das nächste Sonnenstudio um sich wieder mit Licht und Wärme zu erfüllen.

So wird der Mythos der Sonne auch heute wieder Wirklichkeit. Denn im Licht und der Wärme finden wir unsere Kräfte wieder und können die alten Sonnenmythen der Fruchtbarkeit, Lebensspenderin und Schöpfungsmythen begreifen. Wir können unser inneres Feuer wieder entfachen und verstehen lernen, warum das Feuer bei unseren keltischen Vorfahren so wirkungsvoll rituell eingesetzt wurde. Denn auch das Feuer im Kamin, die Kerzen auf dem Tisch, der Adventskranz oder Weihnachtsbaum sind Relikte dieses Sonnenkultes. Das Feuer vertreibt die Kraft der Dunkelheit und Kälte und besiegt auch letztendlich den mythischen Tod und die Dämonen der Finsternis.

Jetzt in der kalten und dunklen Jahreszeit trauern wir dem Verlust der Sonne und Wärme nach und sehnen uns nach dem Frühling und Sommer. Aber der Verlust der Sonne ist nur scheinbar, denn alles was schwindet hat die Kraft zur Wiederkehr. Es ist die Zeit des Wechsels vom Licht in das Dunkle. Viele Pflanzen "sterben" im November, der auch als Totenmonat gilt. Aber es ist nur ein scheinbares Ende, denn alles was "stirbt" wird auch wieder "neugeboren". Und so möchte ich Ihnen einige einheimische und keltische Sonnenpflanzen näherbringen. Denn Sonnenpflanzen verkörpern sich auf so vielfältige Weise, wie das Sonnenlicht selbst: vom milden Licht bis zum heißen Glanz.

Die Angelikawurzel

Nur die heil- und zauberkräftigsten Pflanzen erhielten solche klangvollen Namen wie die Angelikawurzel (Angelica archangelica), die auch als "Engelwurz" oder "Erzengelwurz" genannt wird. Selbst in ihrem botanischen Namen wird auf einen Erzengel verwiesen, denn der Erzengel Raphael hat sie der Sage nach auf die Erde gebracht. Sie ist eine Botin des Lichtes und ein Schutzöl für viele Situationen des Lebens. Ihre Duftbotschaft lautet: "Gebe nie auf, denn Du bist stark und nichts kann Dich umwerfen." Wer immer sich vor etwas fürchtet oder Mut, Zuversicht und Stärke benötigt, braucht mit ihrer Hilfe nichts zu befürchten, denn ihre Kräfte vertreiben die dunklen Gedanken, beschützen die Seele und geben Geborgenheit.

In der dunklen Jahreszeit verstehen wir, warum man sie als Botin des Lichtes bezeichnet. Ihre Sonnenkräfte erhellen und erwärmen unser Gemüt und ziehen uns sanft aus seelischen Tieflagen. Seit dem Altertum vertreibt sie wirkungsvoll die Mächte der Finsternis, die heute in Form von Depression, Melancholie und Ängsten unser Leben erschweren. So bringt sie Licht in düstere Zeiten und zeigt uns wieder die sonnenhaften Seiten des Lebens auf.

Der Honig

Aber auch von den Tieren können wir Sonnenhilfe bekommen. So leben die Bienen ganz im Rhythmus der Sonne und der Jahreszeiten und ihr Produkt der Honig wurde gar zur Götterspeise. Auch Amor tauchte seine Liebespfeile in Honig, um die Herzen von Göttern und Menschen zu erobern. Das Sonnenwirken des Honigs finden wir im Duft der Honigwabe wieder. Fein, warm, süß, golden nach Honig duftend hüllt es uns ein und lässt den Ballast des Alltags vergessen. Dabei erinnert seine Wärme an die goldenen Herbststrahlen der Sonne. Seine Wärme lässt Geborgenheit erleben und die Erinnerung an glückliche Kindertage vorüberziehen. So besänftigt, entspannt und beruhigt er unser gereiztes Nervensystem und der Gedankenkreislauf, der meist nur vom Alltag und der Arbeit handelt, wird so unterbrochen und man kann sich einen Abstand vom Alltag verschaffen.

Die Immortelle

Immortellenöl (Helichrysum italicum) hat in ihrem Duft die Wärme der Sonnenstrahlen eingefangen. Ihr botanischer Name verdeutlicht bereits die Signatur einer Sonnenpflanze, denn helios bedeutet im altgriechischen "Sonne" und chrysos "Gold". Das Sonnengold kenn viele als Strohblume, die ihre Form und gelbe Blütenfarbe nach dem Trocknen behält und so auch den Namen "Unsterbliche" erhalten hat. Ihr warmer Duft entspannt und vermittelt Wärme, wirkt aber auch ganz stark auf unsere Seele ein. Gerade bei Menschen, die innerlich durchfroren sind oder unter menschlicher Kälte leiden, kann sie die innere Anspannung auflösen, die seelische Mitte stärken und inneren Frieden geben. Sie hilft uns, Tore zu durchschreiten und in unser tiefstes Innerstes und Unbewusstes zu blicken.

Das Johanniskraut

Eine sehr magische Pflanze und das Sonnenwendkraut der Kelten ist das Johanniskraut (Hypericum perforatum). Auch das Johanniskraut trägt die Signatur der Sonnenpflanzen und sein Duft bringt die Sonne in die dunkelsten Winkel der Seele. Für Paracelsus war es ein Universalheilmittel mit höchster Wirkkraft, da es uns über die inneren Bilder hinweg hebt und einen sonnigen Weg aus dunklen Zeiten aufzeigt. Es ist Sonnendoping für die Seele, dank seiner antidepressiven und euphorisierenden Eigenschaften. So bringt es die Seele wieder ins Gleichgewicht und harmonisiert die Gefühle. Bei seelischen Tieflagen, melancholischen Stimmungen und vor allem in der sonnenarmen Zeit des Winters bringt uns das Johanniskrautöl die Lebensfreude zurück und buchstäblich die Sonne in unser Herz. Unsere Ängste und düsteren Vorstellungen werden von ihm in sonnehafte und zukunftsorientierte Vorstellungen umgewandelt.

Die Kiefernnadeln

Die Kiefernnadeln (Pinus silvestris) stehen für den Baum der Herbsttagundnachtgleiche und der Wintersonnenwende der Kelten. In ihrem Brauchtum stellte er den Lichtbaum dar, der dem neugeborenen Sonnenkind der großen Göttin geweiht war. Und noch immer stellen wir zu Weihnachten eine Krippe mit dem Christkind unter den immergrünen Weihnachtsbaum. Zudem war sie der Feuerbaum, dessen Kienspan in alten Zeiten die Räume beleuchtete. Denn ihr harzreiches Holz brennt sehr hell und lange. Aber ihr Feuer kann noch mehr, sie erwärmt uns und erhellt unser Gemüt. Sie gibt uns in lustlosen Tagen Energie, Feuer und Antrieb, aber auch Struktur, Ordnung und Durchsetzungskraft, um nicht feuerhaft über das Ziel hinaus zu schießen. Dabei sorgt sie für eine positive Einstellung und unterstützt alle philosophischen Gedanken, über uns, die Welt und lässt auch in höhere Spären blicken und um so neue Einsichten zu gewinnen.

Der Wacholder

Aber auch der Wacholder (Juniperus communis) gehört zu den wichtigsten Zauber- und Sonnenpflanzen in unserem Kulturkreis und war für unsere Vorfahren das Symbol des ewigen Lebens. Er gehörte zu den heiligen Pflanzen der Druiden und Schamanen und sein Sonnen- und Lichtzauber durchdringt jede Dunkelheit und umhüllt die Seele wie ein schützender Mantel aus Licht. Seit Jahrtausenden wird er als Schutzpflanze verwendet, um die Dämonen der Finsternis zu vertreiben. Heute kommen diese Dämonen in Gestalt von seelischen Tieflagen, Ängsten und Krankheiten zu uns. Sein würziger Duft schenkt uns Lebensfreude, Dynamik und Kraft um viele Situationen bestehen zu können und er bringt uns auf den Boden der Realität zurück. Da er in der Natur mittlerweile selten anzutreffen ist, bekommt er als Baum des Jahres 2002 neue Aufmerksamkeit.

Wacholder bietet Schutz in allen Krisenzeiten. Gerade dann, wenn man mit den Nerven fertig ist, der Stress überfordert oder einem alles über den Kopf wächst, beruhigt und entkrampft er die Seele. In den Pestzeiten war er der wichtigste Schutz vor Ansteckung. So wurden mit ihm Haus und Dorf ausgeräuchert und selbst noch im 20. Jahrhundert wurden mit seinem Rauch Krankenhäuser desinfiziert. Seit Jahrtausenden wird er zur Raumluftdesinfektion gebraucht, erst wissenschaftliche Untersuchungen gaben darüber Aufschluß, dass der Wacholderduft Viren, Keime, Bakterien vernichtet und er so seinem Ruf als Schutzöl gerecht wird.

Wintersonnenwende und Rauhnächte

So verkörpert sich die Sonne in den unterschiedlichsten Pflanzen und Jahreszeiten. Im Licht der Sonne entdecken wir ihren Geist, ihre Mythen, aber wir begegnen auch uns selbst. Im Frühjahr und Sommer herrscht das Licht über die Dunkelheit und im Herbst zieht sich die Pflanzenwelt in die Erde zurück. Der Winter ist die Zeit der Erstarrung und Kälte. Aber nur scheinbar, denn im Frühjahr kommen das Leben und die Sonne wieder zurück.

Jetzt noch im tiefsten Dunkel verborgen, beginnt bereits das Licht zu keimen. Denn die Wintersonnenwende und somit die längste Nacht des Jahres liegt schon hinter uns. Die Geburt des Lichtes in dieser längsten Nacht war schon immer ein Anlass für unsere Vorfahren mit magischen Zeremonien die Wiedergeburt des Lichtes zu beschwören. Und es ist noch die Zeit der magischen Rauhnächte, die vom 25. Dezember bis zum 06. Januar die Grenzen zwischen unserer realen Welt und der Anderswelt aufheben. Es ist die Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit des Winters, in der man sehr gut seine innere Stimme wahrnehmen kann und in der man seiner Berufung näher ist, als zu jedem anderen Zeitpunkt des Jahres.

Auf Spaziergängen ragen jetzt noch die immergrünen Fichten und Tannen wie Lichtsäulen im sonst kargen Wald in den Himmel. Der Wald war für unsere keltischen Vorfahren ein heiliger Tempel, wo sich der Himmel mit der Erde vermählt. Die Bäume waren die Tore zu den Göttern und ein Symbol für die sich ständig erneuernde Naturkraft. Und so sollten wir die Stille und auch die Kälte des Winters für eine Rückbesinnung auf unser Leben nutzen und die ersten noch zarten und milden Sonnenstrahlen willkommen heißen.

 

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Immortelle bio 5 ml

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