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Styrax - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name     
Liquidambar orientalis Mill.                                        
Liquidambar styraciflua L.
Familie                         
Hamameliceae - Zaubernussgewächse

Inhaltsstoffe

Harz, Gummi und ätherisches Öl. Das ätherische Öl besteht aus Alkoholen, aromatischen Aldehyden, Estern und Säuren. Über das ätherische Öl des Styrax lesen Sie in der Enzyklopädie der Düfte.

Über den Wohlgeruch

Styrax hat sein natürliches Verbreitungsgebiet im Raum der mesopotamischen Kulturen. Er wächst wild in Kleinasien, Persien, Libanon, Zypern, Rhodos und in der Türkei. Weltweit gibt es vier Arten von Liquidambar, das “flüssiges Bernstein” bedeutet. Zwei davon gedeihen im chinesischen und japanischen Raum, eine in Zentral- und Nordamerika und die hier im Text beschriebene in Kleinasien. Der Styraxbaum wird sechs bis zehn Meter hoch und wächst buschförmig. Seine ahornähnlichen Laubblätter wirft er Ende des Jahres ab.

Der Stamm wird mit löffelartigen Geräten angeschnitten und der ausfließende, helle, flüssige Balsam wird in Säcken gesammelt. An der Luft wird er zäh, klebrig und gelbbraun. Zur Reinigung wird der Balsam in Wasser gründlich ausgekocht, abgeschöpft und fest gepresst. Dafür wird er in Roßhaarsäcke gefüllt und diese in einer Presse mit Druck fest ausgepresst. Auch die geschälte, duftende Rinde des Styraxbaumes wird ausgekocht und gepresst. Aus der zähen Balsammasse erhält man durch Alkoholextraktion das reine Harz. Es ist dunkelschwarz, wird in Stücken gepresst oder in feinen Spänen angeboten. Styrax wird im Harzhandel als Gummi Styrax angeboten und wird in den Qualitäten Honduras, Jemen und Türkei geführt.

Von der Heilwirkung des Styrax

Dioskurides empfahl Styrax bei Husten, Katarrh, Erkältung, Heiserkeit und Verlust der Stimme, bei Verstopfung, Gebärmutterproblemen, Leibschmerzen, Menstruationsproblemen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Die Schamanen der Maya haben Styrax zur Behandlung von Lepra verwendet. Der Balsam wird auch zur Behandlung von Insektenstichen auf die Haut aufgetragen. In einer Räucherung vertreibt er die lästigen Stechinsekten.

Styrax zum Räuchern

Styrax wurde oft als Ersatz für echten Amber, der vom Wal stammt, verwendet. Eine kleine Menge Styrax in einer Räuchermischung intensiviert die Düfte von süßen, blumigen Räucherwaren, macht sie strahlender und das Räucherwerk verglimmt länger auf der Kohle. Styrax sollte nur in kleinen Mengen verräuchert und nie überdosiert werden. Er entwickelt seinen Duft am besten in einer Mischung mit anderen Räucherzutaten.

Styrax verströmt beim Räuchern einen balsamischen, süßen, würzigen und intensiven Rauch. Räuchermischungen gibt er eine süße, sinnliche und verführerische Note.

In stressigen und hektischen Zeiten wirkt er beruhigend und entspannend. Er bringt Klarheit in unsere Gedanken und so können wir uns über die Gründe des Stresses bewusst werden. Sind uns diese Mechanismen bewusst geworden, können wir gezielt Arbeitsprozesse und Situationen ändern, um wieder mehr Raum für uns zu haben.

Er zieht sanft aus seelischen Tieflagen und vermag Ängste und Sorgen sanft aufzulösen. Wenn wir zu arg aus der Bahn geworfen wurden, lässt er wieder das Vertrauen in uns selbst finden.

Bei abendlichen Räucherungen fördert er wohltuenden Schlaf und verstärkt die Traumfähigkeit. Meditation und Trance kann er vertiefen. Sein Rauch hilft uns, tief nach innen zu schauen und an unser verborgenes Wissen und Weisheit zu gelangen. Dabei können wir mit seiner Hilfe in der Zeit zurückgehen und auf längst vergangene Situationen oder Leben zurückblicken und zu tiefen Einsichten gelangen, um verstehen und loslassen zu können.

Mit der Kalmuswurzel zu gleichen Teilen verräuchert bilden sie ein Paar wie Weihrauch und Myrrhe. In dieser Mischung, so hieß es in Ägypten, unterstütze er die geistige Stärke und Selbstverwirklichung.

In erotischen und sinnlichen Räuchermischungen entfaltet Styraxrauch seine entspannenden und erwärmenden Eigenschaften und er gibt das königliche Gefühl begehrenswert, schön und geheimnisvoll zu sein.

Astrologische Zuordnung

Styrax gehört zu den Räucherpflanzen des Merkurs. Er unterstützt unsere logischen und analytischen Fähigkeiten, lässt uns unvoreingenommen auf Menschen und Situationen zugehen. Der Merkur steht für das Denken, Kommunizieren mit anderen und das Lernen von neuen Fähigkeiten. Er ist das Symbol für den Verstand, die Vernunft, den Intellekt und die Logik. Nicht umsonst war Merkur in der griechischen Mythologie der Götterbote, der Botschaften zwischen den Göttern und Menschen vermittelte. Eine Merkurräucherung kann dazu beitragen, dass wir uns besser mit unseren Mitmenschen verständigen können, sachlicher argumentieren und unser Gelerntes zielsicher einsetzen können.

Styrax ist im Tierkreiszeichen der Jungfrau zugeordnet. Menschen dieses Zeichens sind ordentlich, realistisch, praktisch, fleißig, vorsichtig und überlegt. Sie lieben die Ordnung in ihrem Leben, stellen hohe Ansprüche an ihre Leistung, bringen Methode und System in das Chaos und sind oft die Leute, die aus geringsten Möglichkeiten Großes vollbringen. Dabei können sie vielen Situationen sofort auf den Grund gehen und die Vor- und Nachteile auf den Punkt bringen. Und so kann eine Jungfrauräucherung dazu beitragen, dass wir Klarheit in viele ungeregelte Situationen bringen, unser tägliches inneres Chaos ordnen können und zu unserer Struktur zurückfinden, aus der wir heraus Großes schaffen können.

Rituelle Anwendung

Styrax war in der Antike einer der wichtigsten Räucherstoffe, der auch vielseitig in der Medizin verwendet wurde. Von Mesopotamien aus wurde die kostbare Räucherware von den Phöniziern ins ägyptische Reich exportiert. Wie in Ägypten war er auch in Mesopotamien ein Festduft, mit dem man besonderen Tagen einen würdigen Duft verleihen wollte. Nach dem Papyrus Ebers nannten die Ägypter ihn ”miniaki”, was Festduft bedeutet und so fand er sich auch in vielen Balsamen und Parfums wieder.

Im Zauberpapyrus Abraxas (4 Jh. n. Chr.) wird er unter den wohlriechenden Räucherstoffen aufgeführt und dort als Mittel für den Tiefschlaf empfohlen.

Styrax war im antiken Ägypten der Duft der Göttlichkeit. Die Ägypter glaubten, dass er eine Flüssigkeit der Sonne war und das Auge des Horus darstellt. Er gehörte zu den heiligen Räucherzutaten, die Moses beim Auszug aus Ägypten mitnahm und deren Räuchermischung Moses von Gott übermittelt bekam. Herodot schreibt, dass sich die geflügelten Schlangen, die sich in den Weihrauchbäumen aufhalten, nur mit Styraxräucherungen vertreiben lassen.

Er wurde im Altertum zu kultischen Riten verwendet und war einer der Haupträucherstoffe für die dunkle Göttin Hektate, der Herrin aller Hexen und Zauberinnen und Göttin der Zauberpflanzen und Giftgewächse. Hektate war berühmt für ihren Zaubergarten und wurde in der Spätantike von Frauen als Orakelgöttin angerufen. Dazu wurde Styrax, mit anderen Räucherstoffen, als magisches Räuchermittel verwendet.

In der griechisch-orthodoxen Kirche ist das Harz neben Weihrauch der wichtigste Räucherstoff und wird als “Christholz” zu rituellen Räucherungen verwendet.

Räuchermischungen für die Seele

Hektateräucherung

2 Teile Styrax
1 Teil Myrrhe
1 Teil Weihrauch
1 Teil Lorbeer

Alle Zutaten im Mörser zerkleinern, den Lorbeer zwischen den Handflächen zerreiben, alles vermischen und prisenweise verräuchern. Eine Mischung zum Orakeln, hellsehen und um Träume bewusster zu erleben.

Julius Cäsar

1 Teil Mastix
1 Teil Weihrauch
½ Teil Opoponax
1 Teil Styrax
½ Teil Zimtrindenpulver

Alle Zutaten im Mörser zerkleinern, das Zimtrindenpulver darübergeben, mischen und prisenweise verräuchern. Ein Rauch, der Stärke, Selbstbewußtsein und Klarheit gibt. Diese Mischung harmonisiert und öffnet für Herzenseroberungen.

 

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