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Sweetgrass - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name   
Hierochloe odorata (L.)
Familie        
Pocaceae - Süßgräser

Inhaltsstoffe

Cumarin, Cumar- und Ferulasäure.

Über den Wohlgeruch

Sweetgrass gehört zur großen Familie der Süßgräser, die circa 9.000 Arten zählt. Viele Vertreter dieser Familie, wie Palmarosa, Citronellagras, Vetiver, Ingwergras, haben einen hohen Anteil an ätherischen Ölen in ihrem Pflanzengewebe und ergeben so beim Verbrennen einen aromatisch duftenden Rauch.

Das Sweetgrass gedeiht in den großen Prärieebenen der USA, aber auch in Kanada und selbst in Europa gibt es ähnliche Arten, wie z.B. das Mariengras. Es liebt feuchten Boden, seine langen Grashalme sind am unteren Ende rötlich gefärbt. In Duftgärtnereien werden verschiedene Sorten dieser Grasart angeboten. Sie können sehr leicht im Topf gezogen werden.

Durch den weltweiten Hype auf Räucherpflanzen der nordamerikanischen Indianer ist Sweetgrass in guter Qualität kaum noch im Handel erhältlich.

Von der Heilwirkung des Sweetgrass

Das getrocknete Sweetgrass wird auch als Tee aufgebrüht und bei Erkältungen, Fieber und Schmerzen getrunken.

Sweetgrass zum Räuchern

Die Indianer flechten aus den langen Gräsern Zöpfe, lassen diese trocknen und verwenden sie so zum Räuchern. Dazu wird der Graszopf an einem Ende angezündet und sanft wieder ausgeblasen. Er glimmt langsam weiter und verbreitet so seinen Duft. Man kann das trockene Süßgras zum Räuchern im Zopf verwenden, aber auch kleinschneiden, um es so mit anderen Räucherkräutern besser mischen zu können.

Beim Räuchern verströmt Sweetgrass einen angenehmen und leichten Cumarinrauch, der an Waldmeister, Vanille und frisch gemähtes Gras erinnert.

Sweetgrass ist ein Seelenduft, der vor allem Harmonie gibt. Er schafft eine Wohlfühlatmosphäre, in der wir entspannen, unsere Ängste und Sorgen loslassen können und wieder in unsere Balance kommen. Besonders für Gruppen eignet es sich sehr, da es die Anspannung und Nervosität nehmen kann, so dass sich die einzelnen Personen gelöster und neugieriger aufeinander einlassen können. So lässt sich auf einfache Weise erklären, warum die Indianer das Sweetgrass vor Zeremonien verwenden um sich mit den positiven Plätzen zu verbinden.

Mit einer Sweetgrassräucherung kann man Amulette, Talismane und Heilgegenstände segnen, energetisch aufladen und ihnen einen Schutz oder heilende Eigenschaften zusprechen. So kann man seine persönlichen Botschaften auf ein Amulett oder einen Talisman übertragen und sich seinen ganz individuellen Glücksbringer und Schutz kreieren.

Sweetgrass ist eine schöne Zutat für eine Anrufungszeremonie, die uns helfen kann, Geist und Herz miteinander zu verbinden. Denn nicht immer ist das, was wir in unserer geistigen Klarheit für richtig erachten das, was unser Herz zum singen bringt. Dann kommen wir in einen Zwiespalt, welcher Weg der richtige ist. Manchmal scheint auch gar kein Weg in Aussicht zu sein. Hier können wir uns mit unseren hilfreichen Geistern, Engeln oder Meistern, in einem Gebet oder einer Anrufung verbinden, um die Sprache unseres Herzens wieder zu verstehen und die Gefühle mit unserem Geist in Einklang zu bringen. Auch das Legen von Tarot- oder Engelkarten lässt sich in solchen Entscheidungssituationen unterstützen. Hinterher zeichnen sich dann meist ganz neue Möglichkeiten ab, mit denen wir die momentan anliegenden Probleme besser bewältigen können.

In allen Kulturen opferte man zu religiösen Zwecken, um Menschen, Tieren und Göttern zu danken und sie zu ehren. In einer kleinen Zeremonie kann man lieben Freunden lichtvolle Gedanken senden, sich bei fremden Menschen, die einem hilfreich zur Seite standen, bedanken oder einfach nur der Natur und des Lebens gedenken. Mit einer solchen Opferräucherung schaffen wir einen energetischen Ausgleich für eine empfangene Gabe.

Sweetgrass ist eine magische Räucherpflanze, mit der man die innersten Kräfte, Rituale und Handlungen unterstützt. In früheren Zeiten war es üblich, Rituale mit Beschwörungen, Handlungen und Zauberformeln einen großen Rahmen zu geben und damit das Ganze zu etwas besonderem werden zu lassen. Magie dient dem Zweck, einen Wunsch zu erfüllen, etwas zu erbitten und in der Realität greifbar manifestieren zu lassen. Hier geht es darum Dinge zum Wohle aller Menschen Wirklichkeit werden zu lassen. Nur die schwarze Magie versucht mit Manipulation zu arbeiten, mit bösen Wünschen oder Handlungen, die gegen andere gerichtet sind. "Weiße Magie" wird auch heute noch im Mentaltraining oder NLP gelehrt, wo es um die Wunscherfüllung zum Wohl der Allgemeinheit geht.

In einer Ahnenräucherung bietet das Sweetgrass Trost, Geborgenheit und Schutz, wenn wir vom Schmerz überwältigt werden. Gerade wenn wir mit dem Verstorbenen sehr eng verbunden waren, können wir in einer Räucherung die schönen Gefühle und Erinnerungen noch einmal erleben und mit dem aufsteigenden Rauch loslassen und Abschied nehmen. In früheren Zeiten diente der aufsteigende Rauch als Brücke zum Jenseits und man stellte sich vor, wie die Seele über den Rauch in das Licht kommt.

Astrologische Zuordnung

Sweetgrass gehört zu den Räucherpflanzen der Venus. Es unterstützt unseren Sinn für Ästhetik, Schönheit und Harmonie, lässt uns unvereingenommen auf Menschen und Situationen zugehen und verbindet uns mit den Kräften der Venus. Die Venus steht für die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Erotik und das Eintauchen in die Sinnlichkeit. Sie ist das Symbol der Liebe, der Harmonie und das erotische weibliche Prinzip. Eine Venusräucherung kann dazu beitragen, dass wir wieder genießen, unsere Sinnlichkeit erleben und mehr Nähe zu anderen Menschen oder unserem Partner zulassen.

Es ist den Fischen zugeordnet. Menschen dieses Zeichens nehmen besonders die Stimmungen ihrer Umgebung wahr und sind besonders empfänglich für die spirituelle Welt. Sie sind sehr feinfühlig, freuen sich und leiden mit ihren Mitmenschen und sind die großen Träumer und
Phantasten. Dabei gehören sie zu den Menschen, die ihr Leben aus dem Bauch heraus leben und auf das hören, was ihr Gespür ihnen sagt. Sie vertrauen auf ihre Eingebungen und sind oft eins mit sich und der Welt. Und so kann eine Fischeräucherung dazu beitragen, auf das zu hören was unsere Intuition uns sagt, wir unser Unbewusstes besser wahrnehmen und wir zulassen können, spontan aus dem Bauch heraus zu entscheiden, was momentan richtig ist.

Rituelle Anwendung

In allen Indianersprachen heisst diese Grasart “süsses Gras”. Es hat bei den Prärieindianern eine große Bedeutung als Räucherpflanze und wird bei fast allen Zeremonien verwendet. So schreibt Wolf-Dieter Storl in seinem Artikel "Duftendes Mariengras, Liebfrauengras, Freyagras" im Forumsheft "Gräser" vom Forum Essenzia (Seite 12): "Der Beifuß schafft einen sakralen Raum, in dem sich die Geistwesen offenbaren können, er öffnet und reinigt die Seele. Der den Donnervögeln heilige Wacholder wendet Störungen ab, vertreibt böse Einflüsse. Das Sweetgrass hingegen, zieht die guten Einflüsse und Geistmächte an und hilft Frieden zu schließen".

Weiterhin schreibt Wolf-Dieter Storl in diesem Artikel: "Für die Cheyenne symbolisiert das Gras (vi ó ots) die Kräfte des Wachstums und der Erneuerung. Es stellt die sich nach dem Winter erneuernde grüne Kraft der Erde dar. Alles, was zunehmen, wachsen, an Kraft gewinnen und gedeihen soll - Medizinbündel, Waffen, Kleidung, Rasseln - wird durch den Rauch des vi ó ots gezogen."

Susanne Fischer-Rizzi schreibt in Ihrem Buch “Botschaft an den Himmel”, Seite 153: “Auch in einer Tabakmischung für die heilige Pfeifenzeremonie wird Sweetgrass gebraucht, das dann mit dem Tabak und anderen Sakralkräutern (wie Kinnick Kinnick) vermischt wird. In Zeremonien, die zur Heilung dienen, die eine positive Verbindung von Lehrer und Schüler schaffen sollen, die zum Reinigen eines Platzes und zur Visionssuche dienen, und für vieles mehr, wird der süße und angenehme Duft des Sweetgrass geschätzt.”

Die deutsche Ausgabe des Sweetgrass heißt in Süddeutschland und der Schweiz "Mariengras". Der Duft wird im Volkstum mit der Heiligen Maria in Verbindung gebracht und in alten germanischen Zeiten war das Mariengras der Liebesgöttin Freya gewidmet. Auch das Mariengras lässt sich sehr gut verräuchern, allerdings hat es eine andere Wirkung wie das Sweetgrass.

Räuchermischungen für die Seele

Reinigungsmischung, auch für die Schwitzhütte geeignet

2 Teile White Sage (weißer Salbei)
1 Teil Sweetgrass
½ Teil Wacholderbeeren
1 Teil Zedernspitzen
1 Teil Yerba Santa

Wacholderbeeren zerdrücken, Sweetgrass kleinschneiden, Salbei, Zedernspitzen und Yerba Santa zwischen den Handflächen verreiben, mischen und prisenweise verräuchern. Eine Mischung für Frieden und um im Einklang mit allen Wesen und Pflanzen mit der Mutter Erde leben zu können. Die Mischung ist für Meditation, Sammlung und Anrufung geeignet.

 

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Alraunelinie

Sweetgrass im Satureja-Shop

Alternativ zum Räuchern, die europäische Variante:

Mariengras 10 g

Sweetgrasspflanzen finden Sie in der Gärtnerei Rühlemanns.