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Tormentillwurzel - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name     
Potentilla erecta
Familie                          
Rosaceae - Rosengewächse

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe bis 20 %, Farbstoffe, Harz und ätherisches Öl.

Über den Wohlgeruch

Tormentill besteht aus einem kräftigen Wurzelstock, aus dem mehrere Stängel wachsen. Die Höhe reicht von 10 - 40 cm, je nach Bodenbeschaffenheit. Die Stängel haben gefiederte Blätter und die Blüten sind gelb. Die Blütezeit ist von März bis Juni. Man findet ihn an sonnigen und warmen Abhängen, Heiden, Waldlichtungen und Böschungen.

Der Wurzelstock wird entweder im Frühjahr oder im Herbst ausgegraben. Nach der Reinigung werden die Wurzeln getrocknet. Die Pflanze ist auch unter dem Synonym "Blutwurz" bekannt.

Von der Heilwirkung der Tormentillwurzel

In früheren Zeiten erkannte man aufgrund ihrer Signaturen, dass sie blutstillende Eigenschaften hatte. Hildegard von Bingen empfahl sie daher bei Nasenbluten, Bluthusten und Brunfels preist sie in seinem 1532 erschienen Kräuterbuch bei Menstruationsbeschwerden.

Die Wurzel wird in der Volksmedizin als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet. Hierfür wird mit dem Tee gegurgelt. Der Tee hilft aber auch bei Blähungen und Magen- und Darmstörungen. In Bayern kennt man den Blutwurzlikör, der nach einem deftigen Essen, die Verdauung unterstützt.

Für einen Tee übergießt man 1 TL Tormentillwurzel mit 150 ml kochendem Wasser, 10 Minuten stehen lassen und abseihen. Ebenso gibt es noch eine Tormentilltinkur in der Apotheke (Tinctura Tormentillae), die innerlich und äußerlich verwendet werden kann.

Tormentillwurzel zum Räuchern

Zum Räuchern verwendet man die zerkleinerte und getrocknete Wurzel, aber die pulverisierte Wurzel eignet sich ebenso. Beim Verräuchern entfaltet sie einen feinen, holzigen und süßen Rauch.

Tormentillwurzel zieht uns sanft aus seelischen Tieflagen und vertreibt so wirkungsvoll die Dämonen der Finsternis. Ihr feiner Rauch umhüllt unsere Seele, gibt uns wieder Raum, Kraft und Sicherheit, vor allem wenn wir mit Angst erfüllt sind oder uns nervlich am Boden fühlen. Auch stärkt sie unser Selbstvertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten und unser
Urteilsvermögen.

Sie ist ein ganz starkes Schutzmittel vor allen negativen Einflüssen, stärkt unsere Achtsamkeit und soll auch vor allerlei Magie und Zauberei schützen. Dabei hilft uns der Tormentillrauch gegen kraftraubende Situationen und übellaunige Menschen. Wir können uns gegen andere abgrenzen und auch wieder "Nein" sagen.

Eine Räuchermischung mit ihr fördert die Ruhe, Wachheit und Klarheit des Geistes. Sie lässt den Blick auf das Wesentliche gleiten und gibt die Konzentration, um anstehende Aufgaben zielgerichtet anzugehen. Dabei erdet sie uns und lässt uns in die eigene Mitte kommen. Sie verhindert, dass wir den Boden unter unseren Füßen verlieren und lässt uns zu unseren Wurzeln zurückkommen.

In Glücksräucherungen verhilft es uns zu mehr Seelenfrieden und lässt uns in unserer Mitte ankommen. Meist werden mit Glücksräucherungen die Wünsche auf bessere Lebensumstände, mehr Geld oder die Erfüllung eines Partnerwunsches verbunden, aber besser ist es eine Glücksräucherung dafür zu verwenden, mehr Zufriedensein, Harmonie und ein freundliches Lächeln auf unserem Gesicht zu erlangen. Denn wahres Glück liegt nicht in Zukunftsträumen, sondern an uns, etwas aus unserem Leben zu machen.

In allen Kulturen opferte man zu religiösen Zwecken, um Menschen, Tieren und Göttern zu danken und sie zu ehren. In einer kleinen Zeremonie kann man lieben Freunden lichtvolle Gedanken senden, sich bei fremden Menschen, die einem hilfreich zur Seite standen, bedanken oder einfach nur der Natur und des Lebens gedenken. Mit einer solchen Opferräucherung schaffen wir einen energetischen Ausgleich für eine empfangene Gabe.

Astrologische Zuordnung

Tormentillwurzel ist im Tierkreiszeichen dem Krebs zugeordnet. Menschen dieses Zeichens schätzen Wärme, Geborgenheit und haben einen ausgeprägten Familiensinn. Sie sind empfindsam, hilfsbereit, fantasievoll und verträumt. Und so kann eine Krebsräucherung dazu beitragen, dass wir unsere eigenen Gefühle wahrnehmen, auf unsere Emotionen hören und achten und Vertrauen in unsere Fähigkeiten stärken.

Tormentillwurzel gehört zu den Räucherpflanzen des Mondes. Sie unterstützt unsere mystische, unbewusste und weibliche Seite und verbindet uns mit den Kräften des Mondes. Der Mond steht seit altersher für den Instinkt, die Intuition und die magischen und geheimnisvollen Seiten unseres Lebens. Er ist das Symbol der großen Mutter, der Mondin (vgl. lat. "Luna" - weiblich), die unsere dunklen Seiten beherrscht. Eine Mondräucherung kann dazu beitragen, dass wir Dinge und Situtionen, die geschehen, einfach annehmen oder auch loslassen können.

Rituelle Anwendung

Aus den Farbstoffen des Wurzelstocks wurde in früheren Zeiten Tinte gewonnen. Geräuchert wurde sie als Abwehr gegen den bösen Blick und Zauberei und um die bösen Geister zu vertreiben. Ebenso gehörte die Tormentillwurzel zu den sogenannten Ingredienzien der Hexen- und Flugsalben.

Räuchermischungen für die Seele

Elfenreigen

1 Teil Tormentillwurzel
1 Teil Johanniskraut
1 Teil Tausendgüldenkraut oder Farnkraut
1 Teil Weihrauch
1 Teil Dammar

Weihrauch und Dammar im Mörser zerkleinern, Tormentillwurzel mit einem Messer kleinschneiden, Johannis- und Tausendgüldenkraut zwischen den Handflächen zerreiben, alles mischen und prisenweise verräuchern. Ein lichtvoller und fein-herber Rauch, der uns mit den Kräften der Natur verbindet und Kontakt zu Elfen und Devas erleichtert.

 

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