Satureja.de
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

 

Das Copyright liegt bei Gabriela Stark, Satureja.de

Nachdruck und kommerzielle Verwendung ist nicht gestattet! Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt.
Eine nichtkommerzielle Verwendung dieser Seite (auch auszugsweise) ist nur mit der Quellenangabe: Copyright Gabriela Stark, www.satureja.de
mit Verlinkung zur Homepage gestattet!

 

Yerba Santa - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name 
Eriodictyon californicum
Eriodictyon crassifolium Benth.
Eriodictyon crassifolium var. denudatum
Eriodictyon traskiae
Familie     
Hydrophyllaceae - Wasserblattgewächse

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Harz, Phytosterol, Glukose, Fettsäuren und Phenole.

Über den Wohlgeruch

Yerba Santa ist eine Räucherpflanze der nordamerikanischen Indianer. Sie gedeiht in den USA, hauptsächlich in den Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico und Arizonas. Es ist ein Kraut, das bis zu 2 m hoch werden kann.

Christian Rätsch schreibt in seinem Buch “Räucherstoffe – der Atem des Drachen” (Seite 200): “Yerba Santa ist ein spanisches Lehnwort und bedeutet “heiliges Kraut”; so wurde die indianische Heilpflanze von den katholischen Missionaren getauft. Die Pflanze ist auch unter den Namen “Mountain balm, Wild balsam oder Gum bush” bekannt. Der Name “Bärenkraut” deutet auf eine frühere Verwendung im Bärenschamanismus hin.

Von der Heilwirkung des Yerba Santas

In der indianischen Heilkunde wurde Yerba Santa als bevorzugtes Heilmittel bei allen Erkrankungen der Atemwege verwendet. Es wurde als Medizin bei Grippe, Rheumatismus und Erkältungen verwendet.

Heute wird diese Pflanze auch in der kalifornischen Blütentherapie verwendet, um Selbstliebe zu fördern, die dann zu einem inneren Reifeprozeß führen wird.

Yerba Santa zum Räuchern

Yerba Santa entwickelt beim Räuchern einen warm-würzigen krautigen Rauch. Für eine Einzelräucherung zerkleinert man die Blätter ganz fein, am schönsten ist das Yerba Santa in Mischungen mit typischen indianischen Räucherpflanzen, wie z.B. Sweetgrass und Zedernspitzen.

Yerba Santa ist eine schöne Zutat für eine Anrufungszeremonie, die uns helfen kann, Geist und Herz miteinander zu verbinden. Denn nicht immer ist das, was wir in unserer geistigen Klarheit für richtig erachten das, was unser Herz zum singen bringt. Dann kommen wir in einen Zwiespalt, welcher Weg der richtige ist. Manchmal scheint auch gar kein Weg in Aussicht zu sein.

Hier können wir uns mit unseren hilfreichen Geistern, Engeln oder Meistern, in einem Gebet oder einer Anrufung verbinden, um die Sprache unseres Herzens wieder zu verstehen und die Gefühle mit unserem Geist in Einklang zu bringen. Auch das Legen von Tarot- oder Engelkarten lässt sich in solchen Entscheidungssituationen unterstützen. Hinterher zeichnen sich dann meist ganz neue Möglichkeiten ab, mit denen wir die momentan anliegenden Probleme besser bewältigen können. Die nordamerikanischen Indianer haben hierzu ihre großen Meister oder Mutter Erde angerufen und um eine Vision gebeten.

In einer Ahnenräucherung ist das Yerba Santa sehr geeignet, um unseren Schmerz zu bewältigen. Wenn wir mit dem Verstorbenen sehr eng verbunden waren, können wir in einer Räucherung die schönen Gefühle und Erinnerungen noch einmal erleben und mit dem aufsteigenden Rauch loslassen und Abschied nehmen. In frühren Zeiten diente der aufsteigende Rauch als Brücke zum Jenseits und man stellte sich vor, wie die Seele über den Rauch in das Licht kommt. Die nordamerikanischen Indianer räucherten mit Yerba Santa aber nicht nur um Abschied zu nehmen, sondern auch um in schwierigen Situationen ihre Ahnen um Beistand zu bitten.

Yerba Santa wurde bei Heilungszeremonien verräuchert, da sie die negativen Energien und krankmachenden Kräfte neutralisiert und unsere Selbstheilungskräfte aktivieren kann. So wird mit der Pflanze auch am Krankenbett geräuchert, schon allein um eine Atmosphäre der geistigen Heilung zu schaffen. Denn Krankheit äußert sich nicht nur in körperlichen Prozessen. Oft gilt es auch die emotionalen Ursachen auszumachen und sich davon zu befreien. Denn mitunter ist die Krankheit auch eine unfreiwillige Pause, um uns aus belastenden und unerträglichen Situationen wenigstens zeitweise zu befreien.

Immer wenn wir uns niedergeschlagen, kraft- und mutlos fühlen, können wir mit einer Räucherung Tatkraft, Selbstvertrauen und Zufriedenheit erfahren. Gerade eine Yerba Santaräucherung ergibt einen würzig warmen Rauch, der uns sanft aus seelischen Tieflagen zieht und Mut, Tatkraft und Energie gibt. So können wir viele Situationen annehmen wie sie sind und auch den positiven Sinn widriger Umstände erfahren und begreifen. Denn Yerba Santa lässt unseren Geist klar werden und fördert die Ruhe und Wachheit und den Blick auf das Wesentliche. Dabei lässt es die Emotionen zurückfahren und die störenden Gedanken auflösen, so dass man zielgerichtet die anstehenden Probleme lösen kann.

In allen Kulturen opferte man zu religiösen Zwecken, um Menschen, Tieren und Göttern zu danken und sie zu ehren. In einer kleinen Zeremonie kann man lieben Freunden lichtvolle Gedanken senden, sich bei fremden Menschen, die einem hilfreich zur Seite standen, bedanken oder einfach nur der Natur und des Lebens gedenken. Mit einer solchen Opferräucherung schaffen wir einen energetischen Ausgleich für eine empfangene Gabe.

Besonders in Opfer- und Dankesräucherungen wird Yerba Santa verwendet. Denn die nordamerikanischen Indianer haben eine ganz besondere Verbindung zur Natur, der Mutter Erde und der Spiritualität. Für sie hat jedes Lebewesen, sei es eine Pflanze oder ein Tier eine Seele und verdient somit einen achtsamen und respektvollen Umgang.

Astrologische Zuordnung

Yerba Santa gehört zu den Räucherpflanzen des Mars. Es unterstützt unsere aktive, handlungsfreudige und energische Seite und verbindet uns mit den Kräften des Mars. Der Mars steht für die Männlichkeit, physische Kraft, Initiative, Konfrontation und des unbändigen Willens und ist somit der Gegenpol und die Ergänzung zur Venus. Er ist das Symbol des Kriegers, Herausforderers und Verteidigers. Eine Marsräucherung kann dazu beitragen, dass wir Hindernisse in unserem Leben aus dem Weg räumen, Dynamik und Vitalität gewinnen und unseren Blick nach vorn richten.

Die Zuordnung des Yerba Santa im Tierkreiszeichen ist der Widder. Menschen dieses Zeichens lieben Herausforderungen, Abenteuer und betreten gerne unbekanntes Neuland. Sie sind spontan, entscheidungs- und risikofreudig, ehrlich, impulsiv und auch aggressiv. Und so kann eine Widderräucherung dazu beitragen, dass wir mutig und tapfer schwierige und unbekannte Situationen meistern, in eingefahrenen Prozessen neue Ideen entwickeln und aus persönliche Niederlagen mit neuer Kraft gestärkt hervorgehen können.

Rituelle Anwendung

Das Yerba Santa hat seinen festen Platz im Medizinbeutel, da es eine große Kraftplanze ist. Es wurde für rituelle und medizinische Zwecke verwendet, in Bädern, als Räucherheilmittel bei Krankheiten und natürlich als Zutat für die Schwitzhüttenzeremonie.

So schreibt Susanne Fischer-Rizzi in Ihrem Buch “Botschaft an den Himmel” Seite 154: “Auch in einer Tabakmischung für die heilige Pfeifenzeremonie wird Yerba Santa verwendet, die dann mit dem Tabak und anderen Sakralkräutern vermischt wird. In Zeremonien, die zur Heilung dienen, die eine positive Verbindung von Lehrer und Schüler schaffen sollen, die zum Reinigen eines Platzes und zur Visionssuche dienen, und für vieles mehr, wird ihr würziger Rauch geschätzt.”

Räuchermischungen für die Seele

Bärenkind

1 Teil Yerba Santa
1 Teil Wacholderbeeren
1 Teil Mariengras
1 Teil Beifuss
1 Teil Copal weiß
1 Teil weißer Salbei

Copal weiß im Mörser zerkleinern, das Mariengras mit einer Schere kleinschneiden, die Wacholdeerbeeren dazugeben und die Kräuter zwischen den Handflächen zerreiben, mischen und prisenweise verräuchern. Ein archaischer, würziger Duft, der uns mit dem schamanischen Krafttier des Bären verbindet. Der Bär ist in der nordamerikanischen Kultur das Symbol für Kraft, Ausdauer und Mut. Bärenmut, das wünschen wir uns oft, ebenso wie die Durchschlagkraft des Bären bei der Jagd oder Verteidigung. Mit ihm als Krafttier können wir bestehen, begeistern, Mut und Kraft erfahren, allerdings auch Besonnenheit walten lassen. Der Bär als Krafttier gibt uns Instinktsicherheit, Lebenskraft, Weisheit und in Meditationen die Erinnerung an unsere Ahnen, alten Geschichten und Lieder. Er lässt uns die Gesetze der Natur verstehen und unseren Platz in unserer Familiengeschichte und Ahnenreihe einnehmen.

Die vollständige Beschreibung der Räuchermischung Bärenkind lesen Sie hier!

 

Zurück zur Enzyklopädie der Räucherpflanzen

Alraunelinie

Yerba Santa im Satureja-Shop

Yerba Santa 20 g

Räuchermischung Bärenkind 10 g